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UGC-Creator finden: Plattformen, Agenturen und Kosten in Deutschland

UGC-Creator finden in Deutschland: Plattformen wie Speekly und Influee im Vergleich, Agentur oder Plattform, Kosten, Spark Ads, Partnership Ads und Künstlersozialabgabe.

Jason Spizert

Jason Spizert

Veröffentlicht am

ca. 8 Min.

Die kurze Antwort

UGC-Creator in Deutschland findest du auf UGC-Plattformen wie Speekly, Influee, Noovid oder Barter, auf Marktplätzen wie CreatorJobs, direkt in TikTok One und im Instagram Creator Marketplace, auf Fiverr und Upwork, über Agenturen oder unter deinen eigenen Kunden. Über Plattformen kostet ein 30-Sekunden-Video laut Anbietern rund 75 bis 159 €. Entscheidend ist weniger der Weg als drei Dinge: ein bezahlter Testauftrag, schriftlich vereinbarte Rechte für Anzeigen und die Nebenkosten, etwa 4,9 % Künstlersozialabgabe auf Honorare an selbständige Creator.

Wer „UGC-Creator finden“ sucht, landet auf den Seiten der Anbieter. Jeder erklärt, warum er der richtige Weg ist. Was die Wege kosten, welche Rechte du wirklich bekommst und welche Abgaben dazukommen, steht dort selten.

Hier stehen alle Wege für Marken in Deutschland nebeneinander, mit den Preisen der Anbieter (Stand 26. Oktober 2026). Was UGC ist und wie ein gutes Briefing aussieht, steht in Was ist UGC?.

Wo findest du UGC-Creator in Deutschland?

Es gibt sechs Wege. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer auswählt, wer die Rechte regelt und wie du bezahlst.

Sechs Wege zum UGC-Creator
schnell, fester PreisUGC-PlattformSpeeklySpeeklyInflueeInflueeNoovidBarterDu stellst einen Auftrag ein, Creator bewerben sichPreis pro Video oder Abo plus HonorarRechte meist in den Bedingungen geregelt
du verhandelst selbstCreator-MarktplatzCreatorJobsProfile vergleichen, Konditionen im ChatKeine veröffentlichten PreiseRechte schreibst du selbst in den Vertrag
direkt im NetzwerkTikTok und InstagramTikTokTikTok OneInstagramCreator MarketplaceSuche nach Creatorn in deiner RegionFreigabe als Anzeige direkt im WerbekontoGebühren nicht veröffentlicht
günstig, viel StreuungFreelancer-PortalFiverrUpworkPakete mit festem UmfangNutzungsrechte oft nur organisch, Anzeigen gegen AufpreisPlattformgebühr kommt dazu
am wenigsten ArbeitAgenturAuswahl, Briefing, Schnitt und Rechte aus einer HandPreise meist nur auf AnfrageWeniger Einblick, was der Creator bekommt
am glaubwürdigstenDeine KundenBewertungen mit Fotos, Markierungen, Antworten auf MailsHonorar pro Video oder ProvisionVertrag und Rechte wie bei jedem Creator
Nach Anbieterseiten und Plattform-Hilfen, abgerufen am 26.10.2026. Logos in Originalfarben, keine Empfehlung einzelner Anbieter.

Billo, Insense und Trend tauchen in vielen Ratgebern auf. Für deutschsprachige Videos helfen sie wenig: Keiner der drei nennt einen Creator-Pool in Deutschland, Billo arbeitet laut eigener Mitteilung mit Creatorn aus den USA, Großbritannien, Kanada und Australien.

Welche UGC-Plattform passt zu deinem Shop?

Die Plattformen mit Creatorn in Deutschland rechnen auf drei Arten ab: pro Video, als Abo plus Honorar oder in Produkten statt Geld. Wichtiger als der Preis ist, was über die Rechte in den Bedingungen steht.

UGC-Plattformen mit Creatorn in Deutschland
SpeeklySpeeklyModell und Preispro Video, ohne Abo
15 s 119 €, 30 s 139 €, 60 s 159 € netto
Creator10.000+ CreatorRechte laut Anbieterunbegrenzt für Ads, Posts, Website, laut Anbieter
InflueeInflueeModell und PreisAbo plus Honorar plus 10 % Gebühr
ab 199 € im Monat, 30-s-Video in DE im Schnitt 81 €
Creator15.000+ Creator aus DeutschlandRechte laut Anbieter„Nutzungsrechte für sämtlichen Content“, Umfang nicht näher bestimmt
NoovidModell und Preispro Video, ohne Abo
ab 75 € pro Video
Creator1.000+ geprüfte CreatorRechte laut Anbieter„lebenslange Rechte“ im Paket
BarterModell und PreisAbo, Creator bekommen Produkte statt Geld
164 € im Monat (quartalsweise), 82 € bei Jahreszahlung
Creator12.000+ Creator in DeutschlandRechte laut Anbieterkeine Angabe auf der Seite
CreatorJobsModell und PreisMarktplatz und Jobbörse
keine Preise, Konditionen im Chat
Creator7.500 CreatorRechte laut Anbieterindividuell im Chat vereinbart
Selbstangaben der Anbieter auf ihren Seiten, abgerufen am 26.10.2026, nicht unabhängig geprüft. Billo, Insense und Trend werden oft empfohlen, nennen aber keinen Creator-Pool in Deutschland; Billo arbeitet laut eigener Mitteilung mit Creatorn aus USA, Großbritannien, Kanada und Australien.

„Unbegrenzte“ oder „lebenslange“ Rechte klingen gut. Prüf trotzdem, ob Anzeigen, Produktseite, Bearbeitung und Rohmaterial ausdrücklich genannt sind. Nach § 31 Abs. 5 Urheberrechtsgesetz gilt im Zweifel nur, was für den Vertragszweck nötig ist. Was nicht drinsteht, hast du im Streit nicht.

UGC-Plattform oder UGC-Agentur?

Eine Plattform ist der schnellere und günstigere Weg, du übernimmst aber Briefing, Auswahl und Abnahme selbst. Eine Agentur nimmt dir das ab und rechnet es ein. Veröffentlichte Agenturpreise gibt es kaum, die Spannen in Ratgebern stammen meist von Wettbewerbern und sind keine belastbare Zahl.

Plattform reicht, wenn …

  • du die ersten fünf bis zehn Videos testen willst
  • du selbst briefen und Videos abnehmen kannst
  • dein Produkt einfach zu verschicken ist

Agentur lohnt sich eher, wenn …

  • du jeden Monat viele Varianten für Anzeigen brauchst
  • niemand im Team Zeit für Auswahl und Abnahme hat
  • Schnitt, Untertitel und Anzeigenformate mitgeliefert werden sollen

Viele Marken starten über eine Plattform und holen die besten Creator danach direkt ins eigene Programm.

Was kostet ein Monat UGC?

Bei 10 Videos à 30 Sekunden liegen die drei Plattformen mit veröffentlichten Preisen zwischen 750 € und rund 1.390 €. Das Abo-Modell lohnt sich erst, wenn du jeden Monat viele Videos bestellst.

Was ein Monat UGC kostet, nach Anzahl Videos
Noovidab 75 € je Video750 €InflueeInflueeStarter 199 € + 10 × 81 € + 10 %1.090 €SpeeklySpeekly139 € je 30-s-Video1.390 €Barter164 € im Monat, die Creator bekommen dein Produkt statt Geld. Die Ware kostet dich trotzdem.Preise laut Anbieterseiten, 26.10.2026, ohne Mehrwertsteuer wo netto angegeben. Annahme: ein Video je Creator, 30 Sekunden, ein Monat. Influee rechnet im eigenen Beispiel ohne die 10 % Gebühr. Ohne Produktkosten, Versand zum Creator und Aufpreise für längere Anzeigenrechte.

Dazu kommen Kosten, die in keiner Preisliste stehen: das Produkt, das du jedem Creator schickst, der Versand und Aufpreise, wenn du ein Video länger als vereinbart als Anzeige nutzen willst. Rechne sie vor dem ersten Auftrag mit ein.

Woran erkennst du einen guten UGC-Creator?

Nicht am Portfolio, sondern an einem bezahlten Testvideo zu deinem Produkt. Ein Portfolio zeigt die besten Videos für andere Marken. Ein Test zeigt, ob jemand dein Produkt verstanden hat.

Worauf du beim Testvideo achtest:

  • Der Einstieg: TikTok empfiehlt, das Angebot in den ersten drei Sekunden zu zeigen und den Hook in den ersten sechs zu setzen. Ein Video, das mit einer Begrüßung beginnt, verliert dort.
  • Format und Ton: Hochformat 9:16, sauberer Ton, Untertitel in der sicheren Zone. Laut Meta läuft bei über 75 % der Reels-Aufrufe auf Instagram der Ton.
  • Rohmaterial: Bekommst du die einzelnen Aufnahmen, kannst du selbst neue Varianten schneiden. Speekly verkauft Rohmaterial ab 59 €, bei Billo gibt es keine Rohclips.
  • Varianten: TikTok rät zu drei bis fünf unterschiedlichen Videos pro Anzeigengruppe. Frag gleich nach zwei oder drei Einstiegen für dasselbe Video.
  • Lieferzeit: Die Plattformen nennen 7 bis 10 Tage nach Erhalt des Produkts. Wer bei einem Test später liefert, liefert später auch im Alltag.

Wie du das Briefing dafür auf eine Seite bringst, zeigt das Raster in Was ist UGC?.

Welche Rechte brauchst du für Anzeigen?

Schreib jede Nutzung einzeln in den Vertrag: organische Posts auf deinen Kanälen, Anzeigen, Produktseite, Newsletter, Marktplätze, Schnitt und Untertitel, Rohmaterial, Dauer und Länder. Dazu kommt die Einwilligung der gezeigten Person nach § 22 Kunsturhebergesetz, am besten schriftlich mit Zweck und Dauer.

Die Freigabe im Netzwerk ist dabei nur die technische Seite. Sie ersetzt keinen Vertrag über Rechte und Honorar.

Spark Ads und Partnership Ads: So läuft die Freigabe

Mit Spark Ads (TikTok) und Partnership Ads (Meta) läuft das Video des Creators als Anzeige von seinem Profil, bezahlt aus deinem Werbekonto. Dafür muss er es freigeben, und genau dabei passieren die meisten Fehler.

So gibt der Creator sein Video als Anzeige frei
TikTokSpark Ads auf TikTok1Creator öffnet sein Video, tippt auf die drei Punkte und dann auf Werbeeinstellungen2Er erzeugt einen Code mit Laufzeit und schickt ihn dir3Du fügst den Code im Ads Manager unter TikTok-Beiträge ein, bis zu 20 auf einmalAchtungDie Bildunterschrift lässt sich danach nicht mehr ändernEin privates Video wird öffentlich, sobald die Anzeige läuftLöschen kann der Creator erst, wenn die Freigabe aufgehoben ist
MetaInstagramPartnership Ads bei Meta1Pro Beitrag: Creator aktiviert, dass du ihn bewerben darfst, oder schickt einen Partnership-Ad-Code2Für das ganze Konto: einmalige Anfrage im Creator Marketing Hub der Meta Business Suite3Danach laufen Anzeigen mit seinem Namen aus deinem WerbekontoAchtungDer Creator kann die Freigabe jederzeit widerrufenOhne Freigabe bleibt die Anzeige in „Ausstehend“ hängenEr braucht ein Professional-Konto mit Branded-Content-Tools
Nach TikTok-Hilfe (Spark Ads, Stand Juni 2026) und Meta-Hilfebereich (Partnership Ads), abgerufen am 26.10.2026. Die Freigabe im Netzwerk ersetzt keinen Vertrag über Rechte und Honorar.

Partnership Ads und Spark Ads gehören bei uns zum Performance Marketing. Wie du Creator dauerhaft an Verkäufen beteiligst, zeigt das Creator- und Affiliate-Programm. Wer UGC direkt in TikTok verkaufen will, findet die Regeln in TikTok Shop in Deutschland.

Künstlersozialabgabe, Steuer und Kennzeichnung

Drei Punkte, die keine der großen Anbieterseiten erklärt, die aber auf deiner Rechnung landen:

Künstlersozialabgabe 2026

4,9 % auf alle Honorare an selbständige Creator, sobald sie im Jahr zusammen 1.000 € übersteigen. Auch an Creator im Ausland.

  • Künstlersozialabgabe: Werbevideos mit selbständigen Darstellern zählen laut Künstlersozialkasse als Eigenwerbung. Bemessen wird der volle Rechnungsbetrag ohne ausgewiesene Umsatzsteuer, Zahlungen an GmbH oder UG zählen nicht. Ob Zahlungen über eine Plattform darunter fallen, hängt davon ab, ob die Plattform im eigenen Namen abrechnet. Gemeldet wird bis 31. März des Folgejahres.
  • Umsatzsteuer: Viele Creator sind Kleinunternehmer und weisen keine Umsatzsteuer aus, dann kannst du auch keine Vorsteuer ziehen. Sitzt der Creator im EU-Ausland, schuldest du die Umsatzsteuer selbst (Reverse Charge). Bei Creatorn außerhalb der EU kann zusätzlich Quellensteuer auf die Rechteüberlassung anfallen, für die du haftest.
  • Kennzeichnung: Postet der Creator selbst, auch als Spark Ad oder Partnership Ad von seinem Profil, muss er den Beitrag als Werbung kennzeichnen, mit „Werbung“ oder „Anzeige“. „ad“ allein reicht laut Medienanstalten nicht. Läuft das Video auf deinem Kanal, ist es ohnehin als Werbung erkennbar.

Das ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Für den Vertrag frag eine Kanzlei für Medienrecht, für Abgabe und Steuer deine Steuerberatung.

Lohnt sich UGC für deinen Shop?

Wenn du Anzeigen schaltest, fast immer: Laut Meta senkten Partnership-Reels die Kosten pro Neukunde in eigenen Tests im Schnitt um 5 %, TikTok nennt für Creator-Videos über Spark Ads in Nordamerika 159 % mehr Interaktion bei gleichem Preis pro Tausend Impressionen. Beides sind Zahlen der Netzwerke selbst. Bring die Videos in deine eigenen Tests, bevor du in großen Mengen bestellst. Und wenn die Anzeige wirkt, der Shop aber nicht verkauft, liegt es selten am Video: Viele Besucher, keine Verkäufe zeigt, wo du suchst.

Quellen

Häufige Fragen

Auf UGC-Plattformen wie Speekly, Influee, Noovid oder Barter, auf Marktplätzen wie CreatorJobs, direkt in TikTok One und im Instagram Creator Marketplace, auf Freelancer-Portalen wie Fiverr und Upwork, über Agenturen und unter deinen eigenen Kunden. Billo, Insense und Trend nennen keinen Creator-Pool in Deutschland.

Eine Plattform ist günstiger und schneller, du briefst und prüfst selbst. Eine Agentur übernimmt Auswahl, Briefing, Schnitt und Rechte, kostet mehr und zeigt dir weniger, was beim Creator ankommt. Für die ersten fünf bis zehn Videos reicht meist eine Plattform.

Laut Anbieterseiten (Oktober 2026): Speekly 119 bis 159 € netto pro Video ohne Abo, Noovid ab 75 € pro Video, Influee ab 199 € Abo im Monat plus Honorar, im Schnitt 81 € für ein 30-Sekunden-Video, plus 10 % Gebühr. Barter kostet 164 € im Monat, die Creator bekommen Produkte statt Geld.

Oft ja. Werbevideos mit selbständigen Darstellern und Filmemachern zählen als Eigenwerbung. 2026 beträgt die Abgabe 4,9 % auf alle Honorare an selbständige Kreative, sobald sie im Jahr zusammen über 1.000 € liegen, auch an Creator im Ausland. Zahlungen an GmbH oder UG zählen nicht. Kläre den Einzelfall mit deiner Steuerberatung.

Der Creator erzeugt in TikTok für sein Video einen Code mit Laufzeit und schickt ihn dir. Du fügst ihn im Ads Manager ein, und das Video läuft als Anzeige von seinem Profil. Die Bildunterschrift lässt sich danach nicht mehr ändern, und ein privates Video wird öffentlich, sobald die Anzeige läuft.

Anzeigen bei Meta, die mit dem Namen des Creators laufen, aber aus deinem Werbekonto bezahlt werden. Der Creator gibt einzelne Beiträge frei oder sein ganzes Konto über den Creator Marketing Hub. Er kann die Freigabe jederzeit widerrufen.

Läuft es auf deinem Kanal oder als Anzeige aus deinem Werbekonto, ist es erkennbar Werbung. Postet der Creator selbst, auch als Spark Ad oder Partnership Ad von seinem Profil, muss er es kennzeichnen, mit „Werbung“ oder „Anzeige“, nicht nur „ad“.

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