Was kostet Werbung auf Instagram und Facebook? Meta Ads 2026 realistisch gerechnet
Was kostet Werbung auf Instagram und Facebook? Wie die Meta-Auktion Preise bildet, was ein Kauf wirklich kostet und welches Budget du brauchst. Mit Rechner.

Jason Spizert
Aktualisiert am 21. Oktober 2026
Veröffentlicht ca. 5 Min.
Die kurze Antwort
Eine Anzeige auf Instagram oder Facebook hat keinen festen Preis. Du legst ein Budget fest, und Meta versteigert jede einzelne Einblendung. In Deutschland kosteten 1.000 Impressionen zuletzt je nach Quelle und Monat zwischen rund 6 und über 30 Euro. Entscheidend ist aber, was ein Kauf kostet: Das bestimmen Motiv, Angebot und Shop. Das Budget muss reichen, damit Meta rund 50 Käufe pro Woche sieht und daraus lernen kann.
Was kostet eine Anzeige auf Instagram und Facebook?
So viel, wie du ausgeben willst. Meta verkauft keine Anzeigen zum Listenpreis. Du legst ein Tages- oder Gesamtbudget fest, und bei jeder möglichen Einblendung entscheidet eine Auktion, welche Anzeige jemand sieht. Instagram und Facebook buchst du gemeinsam im Werbeanzeigenmanager.
Laut Meta gewinnt nicht einfach das höchste Gebot, sondern die Anzeige mit dem höchsten Gesamtwert aus drei Faktoren. Eine relevantere Anzeige kann so ein höheres Gebot schlagen. Deshalb zahlen zwei Shops mit demselben Budget völlig verschiedene Preise.
Merksatz
Du bestimmst das Budget. Was du dafür bekommst, bestimmen deine Anzeige und dein Shop.
Was kosten 1.000 Impressionen und ein Klick in Deutschland?
Grob zwischen 6 und 15 Euro für 1.000 Impressionen, in starken Monaten deutlich mehr. Die veröffentlichten Werte gehen weit auseinander, weil jede Quelle andere Konten, Ziele und Zeiträume auswertet:
| Quelle und Stand | CPM (1.000 Impressionen) | CPC (Klick) | Klickrate | Grundlage |
|---|---|---|---|---|
| Superads, Deutschland, Juli 2025 bis Juli 2026 | Median 9,81 € bis 32,28 €, Schnitt rund 14,80 € | Median 0,76 € bis 1,33 €, Schnitt rund 0,91 € | Median 1,23 % bis 3,30 %, Schnitt rund 1,68 % | Werbekonten der Superads-Nutzer, Medianwerte |
| Zweidigital, Stand Oktober 2026 | rund 6 € | rund 0,40 € | rund 1,5 % (Wert von 2022) | Median über mehr als 100 Kundenkonten einer Agentur, nur Link-Klicks |
| Ostend Digital, April 2026, Richtwerte E-Commerce | 6 € bis 12 € | 0,30 € bis 0,90 € | 1,2 % bis 1,8 % | Richtwerte einer Agentur ohne offengelegte Datenbasis |
Drei Dinge erklären die Spanne: Saison, Kampagnenziel und Zählweise. In den Superads-Daten lag der deutsche Median im November 2025 bei 23,74 Euro, im Februar 2026 bei 9,81 Euro.
Wie rechnest du von den Impressionen zu den Kosten pro Kauf?
Mit drei Zahlen: CPM, Klickrate und Conversion Rate. Kosten pro Kauf = CPM ÷ (1.000 × Klickrate × Conversion Rate).
Ein Beispiel mit Kanto, einem Shop für E-Bikes und Zubehör. Kanto bewirbt eine Lenkertasche für 89 Euro und rechnet mit 10 Euro CPM, 1 % Klickrate und 2 % Conversion Rate. Was eine realistische Rate für deinen Shop ist, steht im Artikel zur guten Conversion Rate bei Shopify.
Ob 50 Euro pro Kauf zu viel sind, entscheidet deine Marge. Bei 50 % Deckungsbeitrag bringt die Tasche 44,50 Euro, jeder Kauf über die Anzeige kostet also 5,50 Euro mehr, als er einbringt.
Wie du die Gewinnschwelle ausrechnest, steht im Artikel zum ROAS. Wer Stammkunden hat, darf beim Erstkauf auch unter der Schwelle einkaufen. Wie weit, zeigt der Customer Lifetime Value. Setz deine eigenen Annahmen ein:
Wie viel Budget brauchst du am Anfang?
So viel, dass Meta rund 50 Käufe pro Woche sieht. Laut Meta verlässt eine Anzeigengruppe die Lernphase meist nach etwa 50 Ergebnissen in der Woche nach der letzten wesentlichen Änderung. Davor schwanken die Ergebnisse, und ein Kauf ist meist teurer.

Daraus folgt eine Faustregel, abgeleitet und keine Vorgabe von Meta. Beim E-Bike für 3.290 Euro kaufen angenommen nur 0,2 % der Besucher, das trägt kaum ein junger Shop. Meta empfiehlt dann selbst ein häufigeres Ereignis wie „In den Warenkorb“ als Ziel.
„Hey wir haben jetzt über FB und IG gut 250 euro innerhalb eines Monats ausgegeben und trotz 200 visits nichtmal einen der was zum Warenkorb hinzugefügt hat geschweige denn irgendeinen Verkauf.“Shopbetreiber, Shopify-Community
Bei 50 Euro pro Kauf reichen 250 Euro rechnerisch für fünf Käufe im Monat. Daraus lernt Meta kaum etwas. 200 Besuche ohne Warenkorb sprechen eher für ein Problem nach dem Klick, wie es der Artikel Viele Besucher, keine Verkäufe beschreibt. Ein kleines Budget kauft vor allem Erkenntnis über Motiv und Shop, keine planbaren Käufe.
Die Regel gilt nicht, wenn du nur eine Aktion bekannt machen willst. Dann optimierst du auf Reichweite oder Klicks und misst den Erfolg anders.
Woran hängt, was ein Kauf kostet?
An vier Stellen, und das Budget ist keine davon. Meta schreibt sogar, dass die Kosten pro Ergebnis steigen können, wenn das Budget deutlich höher ist als sonst: Das System nutzt zuerst die günstigsten Gelegenheiten.
„Wir zahlen 65€ für eine neue Kundin über Meta-Ads. Der BH kostet 14€ in der Herstellung.“Gründerin einer Wäschemarke, LinkedIn
So hoch kann der Preis für einen Neukunden auch bei einer bekannten Marke werden. Der größere Hebel liegt oft hinter dem Klick. Ob auf deiner Produktseite Käufer verloren gehen, zeigt dir der kostenlose Shop-Check als Video. Ob ein neues Motiv wirklich besser ist, klärt ein sauberer A/B-Test.

Welche Kosten kommen neben dem Werbebudget dazu?
Das Werbebudget geht direkt an Meta. Daneben stehen vier Posten, die viele erst nach dem Start bemerken.
Wie wir Werbung, Motive und Landingpage zusammen aufsetzen, steht auf der Seite zum Performance Marketing, alles zu Facebook und Instagram bei unserer Meta Ads Agentur.
Ist TikTok günstiger als Meta?
Nicht grundsätzlich. Auch TikTok versteigert seine Werbeplätze, und auch dort hängt der Preis pro Kauf an Motiv und Shop. Eine belastbare, datierte Zahl zu TikTok-Preisen in Deutschland haben wir nicht gefunden.
TikTok verlangt Videos, die wie TikTok aussehen. Wer die nicht produzieren kann, zahlt dort am Ende mehr.
Häufige Fragen
Es gibt keinen Festpreis pro Anzeige. Du legst ein Budget fest, und Meta versteigert jede Einblendung. In Deutschland lagen die Kosten für 1.000 Impressionen je nach Quelle und Monat zwischen rund 6 und über 30 Euro. Was zählt, ist der Preis pro Kauf, und der hängt an Motiv, Angebot und Shop.
Du buchst beides im selben Werbeanzeigenmanager. Mit Advantage+ Platzierungen verteilt Meta das Budget selbst auf Facebook, Instagram und weitere Flächen, je nachdem, wo Ergebnisse gerade günstiger sind. Welche Platzierung bei dir teurer ist, zeigt die Aufschlüsselung nach Platzierung in deinem Konto.
Als Faustregel: Kosten pro Kauf mal 50, geteilt durch 7, ergibt das Tagesbudget. Die 50 kommen von Meta: So viele Ergebnisse pro Woche braucht eine Anzeigengruppe meist, um die Lernphase zu verlassen. Bei 50 Euro pro Kauf sind das rund 357 Euro am Tag.
Meta markiert die Anzeigengruppe dann mit „Lernphase beeinträchtigt“ (englisch „Learning Limited“). Laut Meta ist das keine Strafe, das Budget wird nur weniger wirksam eingesetzt. Abhilfe: Anzeigengruppen zusammenlegen, Zielgruppe öffnen, Budget erhöhen oder auf ein häufigeres Ereignis wie „In den Warenkorb“ optimieren.
CPM steht für Cost per Mille, also die Kosten für 1.000 Impressionen. Zusammen mit Klickrate und Conversion Rate ergibt er die Kosten pro Kauf: CPM geteilt durch (1.000 × Klickrate × Conversion Rate).
Ja, an einzelnen Tagen bis zu 75 % mehr. Über die Kalenderwoche gibt Meta aber nicht mehr aus als das Siebenfache des Tagesbudgets, solange du es nicht änderst und keine Budgetteilung zwischen Anzeigengruppen aktiv ist.
Nicht pauschal. TikTok arbeitet ebenfalls mit einer Auktion und verlangt laut eigener Hilfe mehr als 50 Dollar Tagesbudget je Kampagne und mehr als 20 Dollar je Anzeigengruppe. Für Deutschland gibt es keine belastbare öffentliche Zahl, die einen Kanal grundsätzlich günstiger macht.











