Produktfotos für den Onlineshop: Welche Bilder verkaufen und wie du sie erstellst
Produktbilder erstellen: welcher Bildsatz verkauft, Bildregeln von Shopify und Google Shopping, selbst fotografieren, Studio oder KI, Alt-Texte.

Jason Spizert
Aktualisiert am 21. Oktober 2026
Veröffentlicht ca. 9 Min.
Die kurze Antwort
Produktfotos verkaufen, wenn jedes Bild eine Frage beantwortet, die der Kunde im Laden mit den Händen klären würde: Was bekomme ich, wie ist das Material, wie groß ist es, wie benutze ich es. Dafür brauchst du je Produkt einen Bildsatz aus Freisteller, Ansichten, Detail, Anwendung, Größenvergleich und gern einem kurzen Video. In Shopify funktionieren quadratische Bilder mit 2048 × 2048 px und einem einheitlichen Seitenverhältnis gut. Freisteller schaffst du oft selbst mit Smartphone und Fensterlicht, Anwendungsbilder und schwierige Produkte gehören ins Studio, und KI taugt für Kulissen, nie für das Produkt selbst.
Welche Produktfotos verkaufen im Onlineshop?
Die, die eine Kauffrage beantworten. Im Laden nimmt der Kunde das Produkt in die Hand, dreht es, prüft die Naht, hält es sich an. Im Shop müssen das die Bilder übernehmen. Ein einzelnes schönes Foto beantwortet nur eine dieser Fragen.
Die Reihenfolge zählt. Das erste Medium ist laut Shopify das Haupt-Medienelement: Es erscheint auf Kollektionsseiten, im Warenkorb, im Checkout und auf der Startseite. Danach kommen Ansichten und Details, Anwendung und Video gegen Ende. Varianten bekommen eigene Bilder, sonst sieht der Kunde nach dem Klick auf „Salbeigrün“ immer noch das graue Rad.
Merksatz
Ein Produktbild ist kein Schmuck. Es ersetzt das Anfassen.
Und ehrlich: Bessere Bilder allein retten keine Produktseite. Eine Gründerin listete öffentlich auf, was ihr Team gegen die schwankende Conversion schon getan hatte, und spürte nach eigenen Worten keinen starken Effekt:
„Schönere und Aussagekräftigere Bilder auf die Produktseiten / Neu konzipierte Bundle mit Streichpreisen / Element-Reihenfolge auf Produktseiten optimiert […]“Gründerin einer Snack-Marke, LinkedIn (Juli 2025)
Bilder wirken nur, wenn Angebot, Preis und Text mitziehen. Wo dein Shop wirklich Käufer verliert, zeigt Viele Besucher, keine Verkäufe: woran es liegt. Wenn du gerade erst startest, steht die Reihenfolge von Angebot, Recht und Fotos in Onlineshop eröffnen: Die Reihenfolge, die Geld spart.
Welche technischen Anforderungen gelten für Produktbilder in Shopify?
Shopify nimmt fast alles, zeigt aber nicht alles gleich gut. Die Zahlen aus der Shopify-Hilfe, daneben die Regeln von Google, weil dieselben Bilder später im Merchant Center landen:
| Shopify, Produktbilder | Google Merchant Center, Hauptbild | |
|---|---|---|
| Formate | PNG empfohlen, dann JPEG; auch WebP, HEIC, GIF, TIFF, BMP, SVG | JPEG und WebP empfohlen; auch PNG, GIF, BMP, TIFF |
| Größe | bis 5000 × 5000 px oder 25 Megapixel | ab 31.01.2027 mind. 500 × 500 px, empfohlen 1.500 × 1.500 px, max. 64 Megapixel |
| Datei | unter 20 MB | höchstens 16 MB |
| Empfehlung | quadratisch 2048 × 2048 px, alle Hauptbilder im selben Seitenverhältnis | Produkt füllt 75 bis 90 % des Bildes, je Variante ein eigenes Bild |
| Anzahl | bis 250 Medien je Produkt | 1 Hauptbild plus bis zu 10 zusätzliche Bilder |
| Video | bis 10 Minuten, 1 GB, 4K; mp4, mov, webm | nicht über diese Attribute |

Der häufigste Fehler ist nicht die Auflösung, sondern das gemischte Format. Hochkant neben quer neben quadratisch, und die Kollektionsseite wird zur Treppe. Wer das spät merkt, hat ein Problem:
„Aber ich werde jetzt ganz sicher nicht 3500 Bilder überarbeiten…“Händler, Shopify-Community (November 2022)
Leg das Format deshalb vor dem ersten Foto fest, passend zu deinem Theme. Wie Themes Bilder zuschneiden und wann sich ein eigenes Design lohnt, steht in Shopify-Theme oder eigenes Design?.
Welche Bildregeln gelten für Google Shopping?
Strengere als im Shop. Das Hauptbild darf laut Merchant-Center-Hilfe nur das Produkt zeigen: keine Calls-to-Action, keine Preis- oder Versandhinweise, keine Wasserzeichen, keine nachträglich eingesetzten Logos, kein Rahmen. Sonst wird das Bild abgelehnt und das Produkt nicht ausgespielt.

Das betrifft dich auch, wenn du Google nie selbst einen Feed gebaut hast. Der Shopify-Kanal „Google & YouTube“ synchronisiert deine Produkte mit dem Merchant Center, der Kanal „Facebook and Instagram by Meta“ mit einem Katalog bei Meta. Was im Shop als Hauptbild steht, wird zum Gesicht deiner Anzeige.
Produkt, Bereich MedienHauptbilderstes Medium, auch im Checkoutweitere BilderDetails, AnwendungVideobis 10 Min., 1 GBAlt-Textje Bild, ~125 ZeichenZusätzliche Bilder sind lockerer: Dort darf das Produkt laut Google in Szene stehen, benutzt werden oder nur ausschnittsweise zu sehen sein. Wie wir Feed und Shopping-Kampagnen aufsetzen, steht auf der Seite zur Google-Ads-Agentur, für Katalog-Anzeigen auf Facebook und Instagram bei der Meta-Ads-Agentur.
Wie fotografierst du Produkte selbst?
Mit einem festen Aufbau am Fenster. Die Shopify-Hilfe beschreibt genau das: seitliches Tageslicht, Deckenlicht und Blitz aus, weißer Karton als Hohlkehle, ein Reflektor auf der Schattenseite. Eine teure Kamera braucht es nicht, ein Smartphone reicht.

Der wichtigste Trick ist Disziplin: Kamera und Stativ bleiben während des ganzen Shootings stehen, für andere Ansichten drehst du das Produkt. So sehen hundert Bilder aus wie aus einem Guss, und das Zuschneiden geht schnell.
Für wen das nicht reicht: Wer große Ware wie ein E-Bike verkauft, spiegelnde oder durchsichtige Produkte hat oder Dutzende Varianten, stößt am Küchentisch schnell an Grenzen. Dann lohnt das Studio.
Selbst, Studio oder KI: Was passt wann?
Die Entscheidung fällt je Bildtyp, nicht einmal für den ganzen Shop. Ein Weg, der sich oft bewährt: Das Studio legt Look und Hauptbilder fest, neue Produkte fotografiert das Team im selben Aufbau nach.
| Selbst | Studio | KI | |
|---|---|---|---|
| Stark bei | Freisteller, Details, Nachschub | Anwendung, Video, große oder spiegelnde Produkte, einheitlicher Look | Hintergründe, Kulissen, Freistellen |
| Schwach bei | Menschen im Bild, Orte, viel Volumen auf einmal | Schnelle Einzelbilder für neue Produkte | Produkttreue: Logos, Nähte, Proportionen, Farben |
| Kontrolle | voll, aber deine Zeit | über Briefing und Bildliste | nur mit Vergleich gegen das echte Foto |
| Wichtig vorab | fester Aufbau, ein Format | Bildliste je Produkt, Nutzungsrechte für Shop und Anzeigen | Kennzeichnung prüfen, Metadaten für Google nicht löschen |

Studiopreise nennen wir hier bewusst nicht, weil sie stark an Bildliste, Ort und Nutzungsrechten hängen. Ein Angebot wird vergleichbar, wenn du allen Anbietern dieselbe Liste gibst: welche Produkte, welche Bildtypen, welche Varianten, wofür. Wenn deine Bildwelt Teil eines neuen Markenauftritts ist, planen wir sie mit, Details auf der Seite zur Branding-Agentur. Für Bilder und Videos von echten Menschen mit deinem Produkt lies UGC-Content für Onlineshops.
Was darf KI bei Produktbildern, und was nicht?
KI darf die Umgebung machen, nicht das Produkt. Shopify bietet im Medien-Editor mit Shopify Magic an, Hintergründe zu entfernen oder zu ersetzen, Google mit Product Studio Ähnliches. Beim Produkt selbst erfinden KI-Werkzeuge gern Details: eine andere Naht, ein verzogenes Logo, eine falsche Farbe. Was im Bild anders aussieht als im Paket, kostet Vertrauen und im Zweifel eine Retoure.
KI passt, wenn …
- du ein echtes Foto freistellst oder den Hintergrund tauschst
- ein echtes Produktfoto vor einer erzeugten Kulisse steht
- du jedes Ergebnis mit dem Original vergleichst
Lass es, wenn …
- die KI das Produkt selbst erzeugt oder verändert
- Farbvarianten entstehen sollen, die du nie fotografiert hast
- ein fotorealistischer KI-Mensch dein Produkt trägt, ohne Hinweis
Realistische KI-Inhalte, die für echt gehalten werden können, sind nach Art. 50 Abs. 4 KI-Verordnung seit dem 2. August 2026 offenzulegen. Das ist eine Information, keine Rechtsberatung. Wann genau ein Hinweis nötig ist, steht in KI-Kennzeichnung im Onlineshop, im Zweifel fragst du eine Kanzlei für IT-Recht.
Für Google kommt eine technische Pflicht dazu: Mit generativer KI erstellte Bilder müssen laut Merchant-Center-Hilfe Metadaten tragen, die das kenntlich machen, etwa das IPTC-Feld „DigitalSourceType“. Exportiere solche Bilder also nicht so, dass diese Daten verloren gehen.
Wie schreibst du Alt-Texte für Produktbilder?
Kurz und beschreibend, für genau dieses Bild. Der Alt-Text wird angezeigt, wenn das Bild nicht lädt, Screenreader lesen ihn vor, und Google nutzt ihn, um das Bild zu verstehen. Shopify empfiehlt 125 Zeichen oder weniger, erlaubt sind 512.
Gleiches gilt für Dateinamen: „kanto-city-salbeigruen-seite.jpg“ sagt mehr als „IMG_4711.jpg“. Wie Bilder, Titel und Texte zusammen für Google arbeiten, steht in Shopify SEO: Was ein Shop für Google und KI-Suchen braucht. Und wenn du sehen willst, wo deine Produktseiten Fragen offenlassen, schau dir den kostenlosen Shop-Check an.
Häufige Fragen
So viele, wie Kunden Fragen haben. Ein guter Start sind fünf bis sechs: Freisteller, zwei Ansichten, ein Detail, ein Anwendungsbild und bei Größenfragen ein Größenvergleich. Shopify erlaubt bis zu 250 Medien je Produkt.
Laut Shopify-Hilfe werden quadratische Produktbilder mit 2048 × 2048 px in der Regel am besten angezeigt. Erlaubt sind bis zu 5000 × 5000 px oder 25 Megapixel und weniger als 20 MB je Datei.
Shopify nennt PNG als besten Dateityp für die meisten Produktbilder, danach JPEG, und liefert das Bild automatisch im passenden Format an den Browser aus. Google empfiehlt für den Merchant Center Feed JPEG und WebP.
Ja. Die Shopify-Hilfe sagt ausdrücklich, dass ein Smartphone reicht. Wichtiger sind seitliches Fensterlicht, ein weißer Hintergrund ohne Kante und ein Aufbau, der für alle Produkte gleich bleibt.
Das hängt an Anzahl der Produkte, Varianten und Bildtypen. Freisteller sind schneller gemacht als Anwendungsbilder an einem Ort. Lass dir Angebote mit derselben Bildliste geben und frag nach den Nutzungsrechten für Shop, Marktplätze und Anzeigen.
Hauptbilder mit Text, Preis- oder Versandhinweisen, Wasserzeichen, nachträglich eingesetzten Logos, Rahmen oder Platzhaltern. Das Produkt soll laut Google 75 bis 90 % der Bildfläche einnehmen, und ab dem 31. Januar 2027 müssen Bilder mindestens 500 × 500 px groß sein.
Für Hintergründe und Kulissen ja, das Produkt selbst muss stimmen. Realistische KI-Inhalte, die für echt gehalten werden können, brauchen seit dem 2. August 2026 einen Hinweis nach Art. 50 KI-Verordnung, und Google verlangt bei KI-Bildern die passenden Metadaten. Das ist eine Information, keine Rechtsberatung.











