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Onlineshop eröffnen: Die Reihenfolge, die Geld spart (2026)

Onlineshop eröffnen in fünf Schritten: Angebot, Recht und Zahlung, Shopsystem, Produktseiten, dann erst Werbung. Mit Versandrechnung und belegten Startkosten.

Jason Spizert

Jason Spizert

Aktualisiert am 21. Oktober 2026

Veröffentlicht ca. 6 Min.

Die kurze Antwort

Einen Onlineshop eröffnest du in fünf Schritten: erst Angebot und Zielgruppe mit durchgerechnetem Preis, dann Gewerbe, Rechtstexte, Zahlungsarten und Versand, danach das Shopsystem, dann Produktseiten mit eigenen Fotos, und erst nach einer erfolgreichen Testbestellung Werbung. Die Reihenfolge spart Geld, weil jeder Schritt Fragen beantwortet, die der nächste braucht. Die teuersten Fehler sind Werbung vor dem fertigen Angebot und ein Shop, der niemandem sagt, warum er gerade hier kaufen sollte.

Ein Shop ist an einem Wochenende online. Das Theme sieht gut aus, die Produkte sind drin, die erste Anzeige läuft am Montag. Und dann passiert nichts.

„seit ca. 1,5 Wochen ist mein Shop Online. Bislang 1124 Besuche aber keine Verkäufe“
Shopbetreiber, Shopify-Community 2023

In der Shopify-Community gibt es viele Beiträge dieser Art. Meist lief die Werbung schon, als der Shop gerade stand. Angebot, Preis und Produktseiten kamen danach, als Reparatur. Die Grafik zeigt beide Reihenfolgen und zu jedem Schritt den typischen Fehler.

Was zuerst, was später
01Angebot und ZielgruppeFür wen, zu welchem Preis, mit welcher Marge nach Versand und Gebühren.Typischer FehlerPreis nach Gefühl, Versand und Gebühren nicht eingerechnet.
02Recht, Zahlung, VersandGewerbe, Rechtstexte, Zahlungsarten, Versandregeln und Rücksendung.Typischer FehlerRechtstexte kopiert, eine einzige Zahlungsart.
03ShopsystemErst wählen, wenn klar ist, was der Shop können muss.Typischer FehlerSystem nach Werbeversprechen gewählt, später teuer gewechselt.
04Produktseiten und FotosWas ist das, ist es für mich, warum hier kaufen?Typischer FehlerHerstellerfotos und Texte, die zehn andere Shops auch haben.
05Testbestellung, dann WerbungEin echter Kauf von Klick bis Paket, dann erst Budget.Typischer FehlerWerbung läuft, bevor eine Bestellung durchging.
Jeder Schritt beantwortet eine Frage, die der nächste braucht. Werbung kommt zuletzt und trifft auf etwas Fertiges.Vereinfachtes Schema, keine Messung. „So starten viele“ fasst zusammen, wie Gründer ihren Start in Foren beschreiben.

Die Reihenfolge

Werbung kauft Besucher. Ob sie kaufen, entscheidet alles, was davor kommt.

Schritt 1: Steht dein Angebot, bevor der Shop steht?

Dein Angebot steht, wenn du drei Fragen in je einem Satz beantworten kannst: Für wen ist das Produkt? Warum kauft diese Person bei dir? Was bleibt dir pro Bestellung übrig?

Die ersten beiden sind Markenfragen, ausführlich in Eigene Marke gründen. Hier geht es um die dritte, denn an ihr hängen Versand, Zahlungsarten und Werbebudget. Und um eine Falle: Wer nur an Freunden testet, bekommt Zuspruch, keine Daten.

„Von Freunden und Bekannten erhalten wir leider nur positives Feedback.“
Shop-Mitgründer, Shopify-Community 2023

Dieser Shop hatte gezielte Google-Anzeigen und trotzdem keinen Kauf. Freunde sagen Ja zur Idee. Kaufen ist eine andere Frage.

Was von deinem Preis wirklich übrig bleibt

Viele rechnen Einkaufspreis gegen Verkaufspreis. Dazwischen liegen Posten, die bei jeder Bestellung anfallen. Ein Beispiel mit 39 Euro, DHL-Paket und Shopify Payments:

Ein Produkt für 39 €: was bleibt, bevor du Ware, Karton oder Anzeige bezahlst
Verkaufspreisinklusive Umsatzsteuer39,00 €
Umsatzsteuer19 %, steckt im Preis− 6,23 €
Zahlungsgebühr2,1 % + 0,30 €, Shopify Payments Basic− 1,12 €
PortoDHL Paket bis 2 kg, online frankiert− 6,19 €
Bleibt für Ware, Verpackung, Werbung, GewinnBeispielrechnung25,46 €
13,54 € sind weg, bevor ein einziger Euro für das Produkt selbst ausgegeben ist.Beispiel, keine Kalkulation für dein Produkt. Versand übernimmst hier du. Porto: DHL-Privatkundenpreis, online frankiert (21.10.2026). Mit Geschäftskundenkonditionen sieht das Porto anders aus.

Rechne deinen Preis rückwärts von dem, was übrig bleiben muss. Nicht vorwärts vom Einkaufspreis. Wie sich die Gebühren mit dem Umsatz entwickeln, zeigt Was kostet Shopify?.

Schritt 2: Was muss bei Recht, Zahlung und Versand vor dem Start stehen?

Ein Gewerbe, Rechtstexte, die Zahlungsarten deiner Kunden und klare Versandregeln. Diesen Teil schiebt man gern auf später. Später heißt hier: nach dem ersten Kunden, der fragt, warum kein PayPal geht.

Gewerbe und Rechtstexte: die Checkliste

Gewerbe und Rechtstexte: abhaken, bevor der Shop öffnet
Gewerbe anmeldenbei deiner Gemeinde, Gebühr je nach OrtBerlin: 15 € online, 26 € vor Ort
Steuerfrage klärenKleinunternehmerregelung ja oder nein, mit deiner Steuerberatung, vor dem ersten Verkauf
RechtstexteImpressum, Datenschutz, AGB, Widerrufsbelehrung. Kopierte Texte passen selten zu deinem Ablauf.
AktualisierungHändlerbund und IT-Recht Kanzlei, je nach Laufzeitab 9,90 € netto im Monat
ProduktpflichtenVerpackungsregister, Produktsicherheit, je nach Produkt mehrGPSR im Onlineshop
WiderrufsfunktionKnopf „Vertrag widerrufen“ für Verträge, die Verbraucher online schließen (§ 356a BGB)Widerrufsbutton in Shopify
Einordnung, keine Rechtsberatung. Für die Texte selbst sind ein Fachanwalt für IT-Recht oder Dienste wie Händlerbund und IT-Recht Kanzlei die richtige Adresse. Gebühren laut service.berlin.de und Anbietern, Stand 21.10.2026.

Zahlungsarten: was deine Kunden erwarten

Vor allem PayPal und den Kauf auf Rechnung. Fehlt die erwartete Zahlungsart, bricht ein Teil der Käufer an der letzten Stelle ab.

Womit Deutschland online bezahlt: Anteil am Umsatz
PayPalPayPal28,7 %
Kauf auf Rechnung26,1 %
Lastschrift14,4 %
VisaMastercardKreditkarten, internationale Debitkarten13,7 %
40 %nennen zu hohe Zusatzkosten wie Versand als Grund für einen Kaufabbruch9 %nennen zu wenige Zahlungsarten als Grund für einen Kaufabbruch
Anteile laut EHI Retail Institute, Pressemitteilung vom 05.05.2026, deutscher Onlinehandel. Abbruchgründe laut Baymard Institute, Befragung von US-Onlinekäufern; die Richtung gilt auch hier.

Jede Zahlungsart kostet Gebühren: Shopify Payments im Basic-Tarif 2,1 % plus 0,30 Euro je Standard-Kartenzahlung, Amex und internationale Karten 3,2 % plus 0,30 Euro, PayPal im Inland 2,99 % plus 0,39 Euro. Mit externem Zahlungsanbieter statt Shopify Payments kommt bei Shopify eine Zusatzgebühr dazu, die Rechnung steht in WooCommerce oder Shopify.

Versand und Versandkosten: eine Strategie statt einer Zahl

Überraschende Kosten im Checkout sind der häufigste Abbruchgrund. Wer den Versandpreis erst dort erfährt, fühlt sich überrumpelt. Du hast drei Wege:

Versandkosten: drei Wege, jeder mit eigener RechnungDHL
Weg 1Offen ausweisen39,00 € + 6,19 € VersandPlus: ehrlich und einfachAchtung: schon auf der Produktseite nennen, nicht erst im Checkout
Weg 2Im Preis enthalten39,00 €, versandkostenfreiPlus: der Kunde sieht nur einen PreisAchtung: die 6,19 € Porto trägt deine Marge
Weg 3Kostenlos ab Warenkorbwertkostenlos ab einer GrenzePlus: lohnt ein zweites ProduktAchtung: Grenze knapp über deinem üblichen Warenkorb setzen
Beispiel mit dem Produkt für 39 € und dem DHL-Paket bis 2 kg für 6,19 € (online frankiert, 21.10.2026). Rücksendekosten trägt der Kunde nur, wenn du ihn vorher informiert hast (§ 357 BGB).
Preistabelle von DHL für Privatkunden: Päckchen S 4,19 Euro, Päckchen M 5,19 Euro, Paket 2 kg 6,19 Euro nur online, Paket 5 kg 7,69 Euro, Paket 10 kg 10,49 Euro
Screenshot: DHL, Preise national für Privatkunden, 21.10.2026. Das Paket bis 2 kg kostet 6,19 Euro, aber nur online frankiert. Mit Geschäftskundenkonditionen sieht die Rechnung anders aus.

Dazu gehört die Rücksendung. Verbraucher können online gekaufte Ware in der Regel 14 Tage lang widerrufen. Die Rücksendekosten trägt der Kunde nur, wenn du ihn vorher informiert hast. Ob du sie übernimmst, gehört deshalb in die Kalkulation, nicht nur in die Widerrufsbelehrung.

Schritt 3: Welches Shopsystem passt zu dir?

Für die meisten neuen Marken ist ein gehostetes System wie Shopify der schnellste Start: kein Server, keine Updates, Checkout und Zahlungsarten fertig. Basic kostet 27 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, 36 Euro bei monatlicher. Zum Start gibt es laut Shopify bei den meisten Tarifen drei Tage kostenlos und danach drei Monate für je 1 Euro.

Dass das System erst an dritter Stelle steht, hat einen Grund: Erst wenn Angebot, Zahlung und Versand klar sind, weißt du, was es können muss.

Erst die Fragen aus Schritt 1 und 2, dann das System
Was muss dein Shop können?
Abos?
Großhandelspreise?
Viele Varianten?
Mehrere Sprachen?
Warenwirtschaft, B2B?
ShopifyGehostet, Checkout und Zahlungsarten fertig. Basic 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung.Was Shopify kostet
WooCommerceFür alle, die WordPress kennen und selbst hosten wollen.WooCommerce oder Shopify
ShopwareFür besondere Anforderungen an Warenwirtschaft oder B2B.Shopify vs. Shopware
Vereinfachte Zuordnung, die ausführlichen Vergleiche stehen in den verlinkten Artikeln. Shopify-Preis laut shopify.com/de/preise, 21.10.2026. Logos in Originalfarben.

Wähl das System nach dem, was dein Angebot braucht. Nicht nach der lautesten Werbung. Kommst du von einem anderen System, hilft die Seite zur Shopify-Migration.

Schritt 4: Was müssen Produktseiten und Fotos leisten?

Eine Produktseite beantwortet in Sekunden drei Fragen: Was ist das? Ist es für mich? Warum hier kaufen? Ein schönes Theme beantwortet keine davon, Texte und Fotos schon. Warum das Theme dabei die kleinste Rolle spielt, steht in Shopify-Theme oder eigenes Design.

Bei den Fotos trennt sich die Marke vom Wiederverkäufer. Plane pro Produkt einen kleinen Satz eigener Bilder:

Fünf eigene Bilder pro Produkt, alle gleich behandelt2048 × 2048 px, quadratisch
HauptbildProdukt allein, ruhiger Hintergrund
In Benutzungim Raum, am Körper, in der Hand
DetailMaterial, Naht, Oberfläche
Größeein Vergleich oder Maße
Lieferumfangwas im Paket liegt
Gleiches Licht, gleicher Ausschnitt, gleicher Hintergrund. Dann wirkt ein kleiner Shop wie eine Marke. Herstellerbilder hat jeder, der dasselbe verkauft.Schema. Bildgröße laut Shopify-Hilfe zu Produktmedien, Stand 21.10.2026.
Fünf gleiche Flaschen in Salbeigrün in einer Reihe vor mintgrünem Hintergrund, alle mit demselben Licht und Winkel aufgenommen, daneben eine grüne Faltschachtel
Ein Bildsatz wirkt wie eine Marke, wenn Licht, Winkel und Hintergrund bei jedem Produkt gleich bleiben. Dazu gehört auch der Lieferumfang, hier die Schachtel. (Illustration, mit KI erzeugt)

Schritt 5: Wann lohnt sich die erste Werbung?

Sobald eine Testbestellung von Klick bis Paket funktioniert hat. Nicht vorher. Die Angst dahinter kennt fast jeder, der zum ersten Mal Werbung schaltet:

„Die erste Angst die immer besteht ist, dass der User garnicht bis zum Checkout kommt oder nicht bezahlen kann.“
Shop-Mitgründer, Shopify-Community 2024
Die Testbestellung: sechs Stationen, dann erst Werbung
01Bestellenselbst, wie ein Kunde
02Echt bezahlenmit echter Zahlung
03BestätigungMail kommt an, stimmt
04Rechnungvollständig, richtig
05Paketan eine echte Adresse
06Rücksendungeinmal durchspielen
Alles durchgelaufen: jetzt rechnest du aus, ab welchem Wert sich eine Anzeige trägt.
Schema. Wer schon eine Warteliste, Community oder Ladenkundschaft hat, kann früher starten und die Seiten mit deren Fragen nachschärfen.

Ab welchem Wert sich eine Anzeige trägt, steht im Artikel zum ROAS und der Gewinnschwelle, was Werbung auf Instagram und Facebook kostet, in Meta Ads Kosten. Kommen Besucher, kaufen aber nicht, hilft Viele Besucher, keine Verkäufe.

Was kostet es, einen Onlineshop zu eröffnen?

Belegen lassen sich nur die festen Bausteine. Was an deinem Produkt hängt, kann dir niemand seriös vorhersagen, der es nicht kennt.

Startbudget: die Bausteine, die sich belegen lassen
Einmalig
Gewerbeanmeldung15 €Berlin, online. Jede Gemeinde legt selbst fest.
Markenanmeldungoptional290 €DPMA, online, bis drei Klassen
Jeden Monat
Shopify Basic27 €bei jährlicher Zahlung, monatlich 36 €
Rechtstexte mit Aktualisierungab 9,90 €netto, je nach Anbieter und Laufzeit
Je Bestellung
Zahlungsgebühr2,1 % + 0,30 €Shopify Payments, Standard-Karte. PayPal: 2,99 % + 0,39 €
Porto6,19 €DHL Paket bis 2 kg, online frankiert
Hängt an deinem ProduktWare, Fotos, Verpackung, Werbebudgetkein PauschalwertFast immer der größte Block. Das Werbebudget gehört als eigene Position in den Plan.
Beträge laut Anbieter, Stand 21.10.2026. Gewerbe und Marke einmalig, Shopsystem und Rechtstexte monatlich, Gebühr und Porto bei jeder Bestellung. Apps, Steuerberatung und deine Zeit sind nicht eingerechnet.
BausteinBetrag laut AnbieterHinweis
GewerbeanmeldungBerlin: 15 € online, 26 € vor Ortje nach Gemeinde verschieden
Rechtstexte mit Aktualisierungab 9,90 € netto im MonatHändlerbund mit 12 Monaten Laufzeit, IT-Recht Kanzlei monatlich kündbar
ShopsystemShopify Basic: 27 € im Monat (jährlich) oder 36 € (monatlich)Apps kommen meist dazu
Zahlungsgebühren2,1 % + 0,30 € (Shopify Payments), 2,99 % + 0,39 € (PayPal)je Bestellung
Versand6,19 € je DHL-Paket bis 2 kgPrivatkundenpreis, online frankiert
Markenanmeldung (optional)290 € beim DPMA, online, bis drei Klasseneinmalig
Ware, Fotos, Verpackung, Werbebudgetkein Pauschalwerthängt an Produkt, Menge und Markt

Welche Apps zu Tarif und Rechtstexten dazukommen und welche du dir sparen kannst, steht in Shopify-Apps: Welche ein Shop wirklich braucht.

Selbst bauen oder bauen lassen?

Beides ist richtig, je nachdem, was der Shop leisten muss.

Selbst bauen passt, wenn …

  • du erst testen willst, ob sich dein Produkt verkauft
  • dir ein fertiges Theme, eigene Fotos und saubere Rechtstexte reichen
  • du dir die Zeit für den Aufbau nehmen kannst
  • dein Design schon steht und nur die Umsetzung fehlt: dann ist ein Freelancer oft schneller

Bauen lassen lohnt sich, wenn …

  • der Shop vom ersten Tag an verkaufen soll
  • die Marke mit aufgebaut werden muss
  • dir die Wochen für den Aufbau fehlen
  • du für jemanden zahlen willst, der die Reihenfolge oben schon oft durchlaufen hat
Eine Frau aus dem NextPercent-Team sitzt mit dem Laptop im Sessel und lächelt in die Kamera
Aus unserem Team, mit dem Laptop im Sessel. Ein gehosteter Shop läuft ohne eigenen Server und ohne Programmierkenntnisse, die Arbeit steckt in Angebot, Texten und Fotos.

Wie das bei uns abläuft, zeigt unser Prozess, woran du ein gutes Angebot erkennst, die Seite Onlineshop erstellen lassen. Ein Neuaufbau als Beispiel: die Case Study zu Dualis53.

Steht dein Shop kurz vor dem Start? Dann schick ihn uns zum kostenlosen Shop-Check. Du bekommst ein Video mit den Stellen, an denen er Käufer verlieren würde.

Häufige Fragen

Ein Angebot mit kalkuliertem Preis, ein angemeldetes Gewerbe, Rechtstexte, mindestens zwei gängige Zahlungsarten, geregelten Versand, ein Shopsystem und Produktseiten mit eigenen Fotos. Werbung kommt erst dazu, wenn eine Testbestellung von Klick bis Paket durchgelaufen ist.

Wer in Deutschland regelmäßig Waren verkauft, meldet in der Regel ein Gewerbe an. Die Gebühr legt die Gemeinde fest, in Berlin sind es online 15 Euro. Ob die Kleinunternehmerregelung für dich passt, klärst du mit deiner Steuerberatung.

Belegbar sind die festen Bausteine: Shopify ab 27 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, Rechtstexte mit Aktualisierung ab 9,90 Euro netto im Monat, Zahlungsgebühren je Bestellung und Porto, etwa 6,19 Euro für ein DHL-Paket bis 2 kg. Ware, Fotos, Verpackung und Werbung hängen an deinem Produkt, dafür gibt es keinen seriösen Pauschalwert.

Biete die Zahlungsarten an, die deine Kunden erwarten. Laut EHI entfallen im deutschen Onlinehandel 28,7 % des Umsatzes auf PayPal und 26,1 % auf den Kauf auf Rechnung.

Nur, wenn deine Marge das Porto trägt. Kostenloser Versand heißt, dass du die Versandkosten selbst zahlst. Eine Grenze für kostenlosen Versand knapp über deinem üblichen Warenkorb ist oft der Mittelweg, rechne sie vorher an deinem eigenen Preis durch.

Ja. Mit einem gehosteten System wie Shopify und einem fertigen Theme brauchst du keine Programmierkenntnisse. Die Arbeit steckt weniger in der Technik als in Angebot, Rechtstexten, Fotos und Produkttexten.

Wenn das Angebot steht, die Produktseiten fertig sind und eine Testbestellung mit echter Zahlung und echtem Versand funktioniert hat. Vorher bezahlst du für Besucher einer Seite, die noch nicht verkaufen kann.

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