Was kostet WooCommerce? Alle Kosten 2026 für Shops in Deutschland
Was kostet WooCommerce 2026 in Deutschland? Hosting, Germanized, Rechtstexte, Zahlungsgebühren, Wartung und Einrichtung, mit drei Beispielrechnungen.

Jason Spizert
Veröffentlicht am
ca. 7 Min.
Die kurze Antwort
WooCommerce selbst kostet nichts. Der Shop drumherum schon: Ein kleiner Shop, den du selbst pflegst, liegt mit Hosting, Rechtstexte-Abo und Cookie-Tool bei rund 22 € netto im Monat. Mit Managed Hosting, Versandtool, Buchhaltung und abgegebener Grundwartung sind es eher 175 €, mit betreuter Wartung rund 490 €. Pro Verkauf kommen Zahlungsgebühren dazu, zum Beispiel 1,5 % + 0,25 € für Kartenzahlung über WooPayments oder Stripe und 2,99 % + 0,39 € über PayPal. Einmalig zahlst du Theme und Einrichtung, laut einem aktuellen Agenturangebot ab rund 5.000 € netto.
„WooCommerce ist kostenlos“ stimmt. Es beantwortet nur nicht die Frage, was dein Shop im Monat kostet. Die Software ist gratis, Server, Rechtssicherheit, Zahlungen und Pflege nicht.
Hier stehen alle Posten mit deutschen Preisen, auf den Seiten der Anbieter geprüft (Stand 25. Oktober 2026), und drei Beispiel-Shops zum Nachrechnen.
Ist WooCommerce wirklich kostenlos?
Ja, als Software. WooCommerce ist ein Open-Source-Plugin für WordPress unter der GNU GPL, ohne Monatsabo und ohne Umsatzbeteiligung. Die aktuelle Version 11.2.1 erschien am 9. Oktober 2026 und läuft laut WordPress.org auf über sieben Millionen Websites.
Was kostenlos nicht abdeckt: Hosting, Domain, Theme, Erweiterungen, Rechtstexte, Zahlungsgebühren und Wartung. Sie fallen in vier verschiedenen Rhythmen an, und genau das macht die Rechnung unübersichtlich.
WooCommerce selbst: 0 €Storefront-Theme kostenlos, Flatsome 59 US-DollarEinrichtung durch Agentur laut Angeboten ab rund 5.000 € netto
Was kostet das Hosting für WooCommerce?
Zwischen rund 8 und 65 Euro netto im Monat für einen Tarif, der einen Shop trägt. WooCommerce empfiehlt PHP 8.3 und mindestens 256 MB Arbeitsspeicher für PHP. Genau daran scheitern manche Einstiegstarife.
| Anbieter | Tarif | Preis im Monat | Achte auf |
|---|---|---|---|
| All-Inkl | Premium (Shared Hosting) | 9,95 € inkl. MwSt. | keine Mindestlaufzeit, 10 Domains inklusive, PHP-Speicher nicht auf der Tarifseite |
| IONOS | WordPress E-Commerce | 10 € für 6 Monate, danach 20 € inkl. MwSt. | Einstiegspreis gilt nur am Anfang |
| Hostinger | WooCommerce Unlimited | 3,49 € nur bei 48 Monaten Vorauszahlung, Verlängerung 16,99 € | 167,52 € im Voraus, Preis danach fast fünfmal so hoch |
| Raidboxes | Pro (für Shops empfohlen) | 65 € netto, Neukunden-Aktion 32,50 € bis 30.12.2026 | Managed: Updates und Staging inklusive, kleinster Tarif nur 128 MB PHP-Speicher |
| Kinsta | Single 35k | 35 US-Dollar, bei Jahreszahlung 30 US-Dollar, zzgl. Steuern | Abrechnung in US-Dollar, 35.000 Besuche im Monat |
Der Unterschied zwischen Shared und Managed Hosting liegt weniger im Server als in der Arbeit: Bei Managed-Tarifen sind Updates, Backups und eine Testumgebung meist Teil des Preises. Bei klassischem Shared Hosting bleibt das bei dir. Frag vor dem Kauf nach PHP-Version und Speicherlimit, das steht selten auf der Tarifseite.
Domain und SSL sind klein: Eine .de-Domain kostet um 1 bis 2 Euro im Monat oder ist im Tarif enthalten, ein SSL-Zertifikat von Let's Encrypt ist kostenlos und bei den meisten Hostern schon eingerichtet.
Was brauchst du in Deutschland zusätzlich?
Ein Plugin für deutsche Shop-Pflichten und aktuelle Rechtstexte. WooCommerce ist für den Weltmarkt gebaut und kennt weder den Bestellbutton mit „zahlungspflichtig bestellen“ (§ 312j BGB) noch den Widerrufsbutton, der seit 19. Juni 2026 Pflicht ist (§ 356a BGB). Vorgeschrieben ist dabei kein bestimmtes Plugin, sondern die Funktion.
| Germanized | German Market | |
|---|---|---|
| Einstieg | kostenlos auf WordPress.org | kein kostenloser Einstieg |
| Bezahlversion | Pro 85 € im Jahr, Business 119 € (bis 5 Domains), inkl. MwSt. | 87 € im Jahr, Business 115 €, inkl. MwSt. |
| Widerrufsbutton, Bestellbutton, Lieferzeiten, Grundpreis | in der kostenlosen Version (automatische Grundpreis-Berechnung nur Pro) | enthalten |
| PDF-Rechnungen, Anbindung Lexware Office und sevDesk | nur Pro | enthalten |
| Ohne gültige Lizenz | kostenlose Version läuft weiter | Einstellungen lassen sich laut MarketPress nicht mehr ändern |
Dazu kommen die Rechtstexte selbst: AGB, Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung, Impressum. Du kannst sie selbst schreiben oder per Abo beziehen. Die Abos verkaufen vor allem zwei Dinge: Aktualisierung bei neuen Gesetzen und Haftung bei Abmahnungen.
| Anbieter | Paket | Preis im Monat, netto | Laufzeit |
|---|---|---|---|
| IT-Recht Kanzlei | Starter, 1 Shop | 9,90 € | monatlich kündbar |
| Händlerbund | Basic, 1 Shop und 2 Social-Media-Profile | ab 9,90 € | 12 Monate |
| Trusted Shops | PRO mit „Legal Essential“ | ab 199 € | 12 Monate |
Setzt du Tracking oder Marketing-Tools ein, brauchst du außerdem ein Cookie-Banner mit echter Einwilligung, etwa Borlabs Cookie für 49 Euro netto im Jahr. Welche Texte sich seit 2025 geändert haben, steht in Rechtstexte im Onlineshop, der Widerrufsbutton im Detail in Widerrufsbutton. Das hier ist keine Rechtsberatung.
Welche Gebühren fallen pro Verkauf an?
WooCommerce nimmt keine, dein Zahlungsanbieter schon. Für eine Standard-Kartenzahlung aus dem EWR zahlst du bei WooPayments und Stripe 1,5 % + 0,25 €, bei Mollie 1,8 % + 0,25 €. PayPal kostet 2,99 % + 0,39 €, Klarna über diese Anbieter 2,99 % + 0,35 €.
WooPayments, 1,5 % + 0,25 €363 €
1,8 % + 0,25 €423 €Bei einer Bestellung über 80 Euro sind das 1,45 Euro über WooPayments oder Stripe, 1,69 Euro über Mollie und 2,78 Euro über PayPal. Wichtig bei PayPal: Erstattest du eine Bestellung, behält PayPal die feste Gebühr. Rückbuchungen kosten bei allen Anbietern extra, bei WooPayments 15 Euro je Kartenrückbuchung.
Welche Erweiterungen kosten Geld?
Viele Grundfunktionen gibt es kostenlos, bezahlt wird für Komfort, Versand, Buchhaltung und SEO. Die meisten Erweiterungen rechnen jährlich ab. Läuft die Lizenz aus, gibt es keine Updates mehr, und ein Plugin ohne Updates ist ein Sicherheitsrisiko.
| Zweck | Beispiel | Preis |
|---|---|---|
| Versandetiketten | Sendcloud | Lite 31 € im Monat (400 Labels), Growth 87 € |
| Versandetiketten DHL, Deutsche Post, UPS | Germanized | kostenlos, DPD, GLS und Hermes nur in Pro |
| Buchhaltung | Lexware Office | ab 7,90 € netto im Monat, Anbindung über Germanized Pro oder German Market |
| Produktfilter | Product Filters (offiziell) | 71 € im Jahr |
| SEO | Yoast SEO Premium | 118,80 € netto im Jahr, Grundversion kostenlos |
| Backups | UpdraftPlus | Grundversion kostenlos, Premium ab 83,30 US-Dollar im Jahr |
| E-Mail-Marketing | Klaviyo | kostenlos bis 250 Profile |
Ein Theme kann kostenlos sein, etwa das offizielle Storefront, das allerdings seit Dezember 2025 kein Update bekommen hat. Bekannte Kauf-Themes wie Flatsome kosten 59 US-Dollar einmalig inklusive Updates.
Was kostet die Wartung?
Entweder deine Zeit oder ab rund 40 Euro netto im Monat für automatische Pflege, 200 bis 400 Euro für betreute Wartung mit Testumgebung und Kontrolle nach jedem Update. Das ist kein Luxus, sondern der Posten, den man bei WooCommerce am häufigsten unterschätzt.
Patchstack, Bericht 2026
11.334 neue Sicherheitslücken im WordPress-Umfeld im Jahr 2025. 91 % davon in Plugins, fast die Hälfte ohne Patch, als sie bekannt wurden.
Ein Beispiel aus 2026: Eine Lücke im Premium-Plugin Wholesale Lead Capture erlaubte das Hochladen von Schadcode ohne Anmeldung. Sie wurde im Februar behoben und laut BleepingComputer im September noch aktiv ausgenutzt, auf Shops, die das Update nicht eingespielt hatten. Gekaufte Plugins sind also nicht automatisch sicherer. Jedes zusätzliche Plugin ist ein Posten, der gepflegt werden will.
Mit gutem Hosting ist ein Update schnell gemacht. Es muss nur jemand zuständig sein. Wie eine akute Lücke im Shop-Alltag aussieht, zeigt die PHP-Sicherheitslücke vom Oktober.
Was kostet ein WooCommerce-Shop insgesamt?
Mit den Preisen von oben ergeben sich drei typische Größen: rund 22 Euro netto im Monat für einen kleinen Shop, den du selbst pflegst, rund 175 Euro für einen wachsenden Shop mit Managed Hosting und abgegebener Grundwartung, rund 490 Euro für einen betreuten Shop. Jeweils ohne Zahlungsgebühren.
Der Sprung zwischen den Stufen kommt fast nur aus zwei Posten: Hosting und Pflege. Die Plugins selbst sind einzeln günstig. Die Frage ist also weniger, welches Plugin du kaufst, sondern wer sich um den Shop kümmert und was dessen Zeit kostet.
Was kostet es, einen WooCommerce-Shop erstellen zu lassen?
Die veröffentlichten Zahlen reichen von rund 1.000 Euro für ein einfaches Setup bis über 30.000 Euro für individuelles Design. Eine neutrale Marktstudie gibt es nicht, nur Angaben einzelner Anbieter:
| Weg | Was du zahlst | Woher die Zahl kommt |
|---|---|---|
| Selbst bauen | Theme (0 bis 59 US-Dollar), eigene Zeit | WordPress.org, ThemeForest |
| Freelancer | Median 90 € netto pro Stunde für Softwareentwicklung | freelancermap, September 2026, kein eigener Wert für WordPress |
| Agentur, fertiges Theme | ab 5.000 € netto | Agenturangebot creationell, Oktober 2026 |
| Agentur, individuelles Design | 7.000 bis 30.000 € | dieselbe Quelle |
Zwei Angebote über 5.000 und 15.000 Euro beschreiben selten dieselbe Arbeit. Frag jeden Anbieter, ob deutsche Rechtspflichten, Zahlungsanbieter, Versand und die Wartung nach dem Start im Preis stecken. Genau diese Posten fehlen in vielen Angeboten.
Ist WooCommerce günstiger als Shopify?
Bei den festen Kosten oft ja, bei den Zahlungsgebühren je nach Anbieter. Shopify kostet ab 27 Euro im Monat und übernimmt Server, Updates und Sicherheit, dafür zahlst du mit Shopify Payments 2,1 % + 0,30 € je Kartenzahlung im Basic-Tarif. Bei WooCommerce sparst du Gebühren und trägst dafür die Wartung.
Was das für deinen Fall bedeutet, rechnet WooCommerce oder Shopify durch, alle Shopify-Posten stehen in Was kostet Shopify?. Willst du von WooCommerce umziehen, ohne Rankings und Kunden zu verlieren, hilft die Seite zur Migration von WooCommerce zu Shopify.
Häufige Fragen
Die Software ja: WooCommerce ist ein kostenloses Open-Source-Plugin für WordPress, ohne Abo und ohne Umsatzbeteiligung. Hosting, Domain, Erweiterungen, Rechtstexte, Zahlungsgebühren und Wartung zahlst du aber selbst.
Ein kleiner Shop, den du selbst pflegst, kommt mit Hosting, Rechtstexte-Abo und Cookie-Tool auf rund 22 € netto im Monat. Mit Managed Hosting, Versandtool, Buchhaltung und abgegebener Grundwartung sind es eher 175 €, mit betreuter Wartung rund 490 €. Zahlungsgebühren kommen dazu.
WooCommerce selbst nimmt keine. Der Zahlungsanbieter schon: WooPayments und Stripe 1,5 % + 0,25 € für Standardkarten aus dem EWR, Mollie 1,8 % + 0,25 €, PayPal 2,99 % + 0,39 €, Klarna über diese Anbieter 2,99 % + 0,35 € (Stand Oktober 2026).
Vorgeschrieben ist kein bestimmtes Plugin, sondern die Funktion: etwa der Bestellbutton nach § 312j BGB und seit 19. Juni 2026 der Widerrufsbutton nach § 356a BGB. WooCommerce allein liefert das nicht. Germanized kann beides in der kostenlosen Version, German Market kostet ab 87 € im Jahr und braucht eine aktive Lizenz, um Einstellungen zu ändern.
Veröffentlichte Angebote reichen von rund 1.000 € für ein einfaches Setup bis über 30.000 € für individuelles Design. Eine Agentur nennt im Oktober 2026 ab 5.000 € netto für einen Shop auf Basis eines fertigen Themes. Eine neutrale Marktstudie gibt es nicht.
Versteckt nicht, aber leicht übersehen: Aktionspreise beim Hosting, die nach 6 bis 48 Monaten steigen, Jahreslizenzen für Erweiterungen, ohne die es keine Updates gibt, und die Zeit für Updates und Sicherheit. Laut Patchstack steckten 2025 91 % der neuen Schwachstellen im WordPress-Umfeld in Plugins.
Bei den festen Kosten oft ja, bei den Zahlungsgebühren je nach Anbieter. Der größte Unterschied ist die Wartung: Bei WooCommerce bist du für Server, Updates und Sicherheit zuständig oder bezahlst jemanden dafür. Rechne beide über zwei Jahre mit allem, was du wirklich brauchst.











