German Brand Award Winner 2026Shopify PartnerKlaviyo PartnerGoogle 5,0 ★★★★★150+ Projekte

WooCommerce oder Shopify: Welches System passt zu deinem Shop?

WooCommerce oder Shopify: was die Systeme wirklich kosten, wer sich um Technik und Updates kümmert, für wen welches passt und wann sich ein Wechsel lohnt. Ehrlich verglichen, mit Beispielrechnung.

Jason Spizert

Jason Spizert

Veröffentlicht am

ca. 8 Min.

Die kurze Antwort

Nimm Shopify, wenn dein Team verkaufen will und keine Technik betreuen soll: Hosting, Updates, Sicherheit und Checkout übernimmt Shopify, dafür zahlst du monatlich und je nach Zahlungsanbieter eine Gebühr. Nimm WooCommerce, wenn du schon tief in WordPress steckst, viel Content betreibst und jemanden hast, der Server, Plugins und Updates zuverlässig pflegt. WooCommerce ist als Software kostenlos, aber nicht gratis: Die Kosten stecken in Hosting, Erweiterungen und Wartungszeit.

Der eigentliche Unterschied: Wer kümmert sich um die Technik?

WooCommerce ist ein Plugin für WordPress. Du betreibst die Website selbst: Server, Updates, Sicherheit, Backups. Shopify ist eine gemietete Plattform. Den technischen Betrieb übernimmt Shopify, du kümmerst dich um Produkte, Inhalte und Verkauf.

Das klingt nach einer technischen Frage. Im Alltag ist es eine Frage nach deiner Zeit.

„Ich betreue den Shop aktuell komplett alleine in Zusammenarbeit mit den zig Supports für Wordpress, WooCommerce, diverse Plugins und allem voran dem Theme.“
Shopbetreiber, Shopify-Community
Wer kümmert sich um was?WooCommerce
DuPlattform
Server und Hosting
Sicherheits-Updates
Updates von System und Erweiterungen
Backups
Checkout und Bezahlseite
Produkte, Inhalte, Angebote
Marketing und Kundenservice
Vereinfacht. Bei WooCommerce kann eine Agentur oder ein Hoster Teile übernehmen, dann liegt die Verantwortung dort. Bei Shopify bleiben Apps von Drittanbietern in deren Verantwortung.

Bei WooCommerce bist du der Betreiber. Bei Shopify bist du der Händler.

Was die Systeme wirklich kosten

WooCommerce selbst kostet nichts. Trotzdem ist es nicht umsonst. Die Kosten liegen woanders:

  • Hosting: Ein Shop braucht einen Server, der auch an starken Tagen schnell bleibt.
  • Erweiterungen: Vieles, was ein Shop braucht, kommt als Plugin dazu, oft mit jährlicher Gebühr. Ein Beispiel: Die Abo-Erweiterung WooCommerce Subscriptions kostet 249 Euro für ein Jahr.
  • Wartung: Jedes Update von WordPress, WooCommerce, Theme und Plugins kann etwas kaputt machen. Jemand muss vorher sichern, testen und nachher prüfen.
„WooCommerce takes up a lot of maintenance time (updates, plugin conflicts, etc.).“
Shopbetreiber, Reddit

Shopify kostet monatlich. Laut Shopify, Stand Oktober 2026:

Tarifpro Monat bei jährlicher Zahlungbei monatlicher ZahlungKartenzahlung online mit Shopify PaymentsZusatzgebühr bei externem Zahlungsanbieter
Basic27 €36 €2,1 % + 0,30 €2 %
Grow79 €105 €1,8 % + 0,30 €1 %
Advanced289 €384 €1,6 % + 0,30 €0,6 %
Plusnicht angegebenab 2.100 €1,3 % + 0,30 €0,2 %

Die Zusatzgebühr ist der Posten, den viele übersehen. Sie fällt an, wenn du nicht Shopify Payments nutzt, sondern einen anderen Zahlungsanbieter. Ein Beispiel: Bei 30.000 Euro Umsatz im Monat im Basic-Tarif sind 2 % genau 600 Euro im Monat, zusätzlich zu den Gebühren des Zahlungsanbieters selbst.

Zusatzgebühr pro Monat bei 30.000 € Umsatz mit externem Zahlungsanbieter
Basic2 % extra
600 €
Grow1 % extra
300 €
Advanced0,6 % extra
180 €
Shopify Paymentskeine Zusatzgebühr
0 €
Beispiel, Tarife laut Shopify (Stand Oktober 2026). Die Gebühren des Zahlungsanbieters selbst kommen in allen Fällen dazu. Mit Shopify Payments fällt die Zusatzgebühr weg, dafür gelten dessen Kartengebühren.

Und ehrlich: Auch Shopify-Shops brauchen Apps. Die kosten oft monatlich. Wer zehn Apps installiert, zahlt zehnmal.

„Aber es ist halt schön einfach und bei Shopify hat man halt diese ganzen Plugins, aber ist halt auch teuer“
Shopbetreiber, sellerforum.de

Rechne beide Systeme über zwei Jahre, mit allem, was du wirklich brauchst. Und zähl deine eigene Zeit mit.

Wann WooCommerce die bessere Wahl ist

  • Dein Geschäft ist Content. Du betreibst seit Jahren ein großes Magazin in WordPress, und der Shop ist ein Teil davon.
  • Du brauchst sehr eigene Logik. Ein Konfigurator oder ein Ablauf, den es so nirgends gibt, und du hast Entwickler, die das bauen und pflegen.
  • Du willst volle Kontrolle über Server und Daten. Zum Beispiel, weil eine Vorgabe genau das verlangt.
  • Du hast jemanden für die Technik. Intern oder als feste Agentur, mit klarer Zuständigkeit für Updates.

Wenn mehrere Punkte zutreffen, ist WooCommerce eine gute Entscheidung. Dann solltest du nicht wechseln, nur weil alle von Shopify reden.

Wann Shopify die bessere Wahl ist

  • Dein Team soll verkaufen, nicht warten. Niemand soll vor jedem Update ein Backup machen müssen.
  • Du willst wachsen. Mehr Traffic, mehr Länder, mehr Kanäle, ohne dass der Server zum Thema wird.
  • Der Checkout soll einfach funktionieren. Bezahlarten wie Apple Pay, PayPal oder Klarna laufen ohne eigene Bastelei.
  • Du arbeitest mit Agenturen und Freelancern. Shopify ist ein Standard, viele kennen ihn.
„I don't want to spend time making backups just to find out whether a plugin update is going to break something.“
Shopbetreiber, Reddit
Patricia aus dem NextPercent-Team sitzt mit dem Laptop im Sessel und arbeitet
Shop-Pflege soll Alltag sein, kein Technikprojekt.

Wenn die Plattform selbst noch offen ist und Shopware mit auf der Liste steht: Shopify vs. Shopware.

Hat sich der Wechsel von WooCommerce zu Shopify gelohnt?

Das fragen viele, bevor sie umziehen. Und die ehrliche Antwort hängt daran, warum du wechselst.

„nach einem Jahr, haben wir unseren Shop von Wordpress/Woocommerce nun doch auf Shopify umgestellt, was wir schon viel früher hätten machen sollen.“
Shopbetreiber, Shopify-Community

Gelohnt hat sich der Wechsel meistens dann, wenn vorher die Technik die Zeit gefressen hat. Nicht gelohnt hat er sich, wenn man sich vom neuen System mehr Umsatz versprochen hat, ohne an Angebot und Shop zu arbeiten. Ein Systemwechsel macht keinen Shop besser. Er nimmt dir Arbeit ab, die du dann in den Shop stecken kannst.

Ein wackeliger Turm aus vielen Glasblöcken mit losen Teilen daneben, rechts eine ruhige, durchgehende Glasplattform
Viele Teile, die zusammenhalten müssen, gegen eine Plattform, die das für dich übernimmt.

Bei Whisky Agents sind wir genau diesen Weg gegangen: von WooCommerce zu Shopify, mit 1.250 Produkten, eigener Markenwelt und mehreren Sprachversionen. Seitdem betreuen wir den Shop laufend.

Ein Wechsel lohnt sich, wenn er dir Zeit zurückgibt, die du in Verkauf stecken kannst.

Was beim Umzug wichtig ist

Wenn du wechselst, sind drei Dinge entscheidend:

  • Plugins inventarisieren: Welche Plugins sind wirklich kritisch, und was ist ihr Gegenstück in Shopify? Daran hängt der Umfang.
  • Rankings sichern: Jede alte Adresse braucht eine Weiterleitung, auch die Blog-Artikel. Wie das geht, steht in Shopsystem wechseln ohne Ranking-Verlust.
  • Blog-Frage klären: Zieht der Blog mit um, oder bleibt er in WordPress? Das entscheidet sich an den Rankings, nicht am Gefühl.

Mehr dazu auf unserer Seite zur WooCommerce-Migration.

Häufige Fragen

Es hängt davon ab, wer die Technik betreut. Shopify ist besser für Teams, die verkaufen wollen, ohne Server, Updates und Sicherheit selbst zu pflegen. WooCommerce ist besser, wenn der Shop Teil einer großen WordPress-Website ist und es jemanden gibt, der die Technik zuverlässig betreut.

Als Software ja, WooCommerce ist kostenlos. Im Betrieb nicht unbedingt: Hosting, kostenpflichtige Erweiterungen mit Jahresgebühr und die Wartungszeit kommen dazu. Shopify kostet ab 27 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, plus Zahlungsgebühren und Apps. Vergleiche beide über zwei Jahre mit allem, was du wirklich brauchst.

Mit Shopify Payments zahlst du online je nach Tarif 2,1 % bis 1,3 % plus 0,30 Euro pro Kartenzahlung. Nutzt du einen externen Zahlungsanbieter, kommt eine Zusatzgebühr von 2 % im Basic-Tarif, 1 % in Grow, 0,6 % in Advanced und 0,2 % in Plus dazu (Stand Oktober 2026).

Meistens dann, wenn vorher die Wartung von Plugins, Updates und Server viel Zeit gekostet hat. Ein Systemwechsel allein bringt keinen Mehrumsatz, er gibt dir Zeit für Angebot und Shop zurück.

Ja. Produkte inklusive Varianten, Kunden, Bestellungen und Kategorien lassen sich exportieren und übernehmen, Bewertungen je nach Plugin. Plugins selbst ziehen nicht mit, sie brauchen ein Gegenstück in Shopify. Kundenpasswörter lassen sich nicht übertragen, in Shopify melden sich Kunden per E-Mail-Code an.

Nicht, wenn jede alte Adresse auf die passende neue Seite weitergeleitet wird und die Inhalte mitziehen. Kleine Schwankungen in den ersten Wochen sind normal.

Alle Insights ansehen

  • Antwort innerhalb von 24 Stunden
  • Unverbindlich, kein Verkaufsgespräch

Jason SpizertErstgespräch anfragen

Womit können wir helfen?*
Welcher Rahmen ist realistisch?*

Mit dem Absenden stimmst du der Verarbeitung deiner Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.

Lieber direkt einen Termin auswählen?

Direkt Termin buchen
Jennifer Rosbach

Jennifer Rosbach

Beauty-Brand (nagelati.de)

„Als junge Marke war uns wichtig, mit einem Partner zu arbeiten der nicht nur umsetzt, sondern wirklich versteht wie E-Commerce Marken wachsen. Genau das haben wir gefunden. Klare Kommunikation, ehrliche Einschätzung und ein Gespür für Conversion das man selten findet. Wer seinen Shop wirklich nach vorne bringen will, ist hier richtig.“
Nagelati VerpackungsdesignNagelati Produktfoto