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Shopify Rabattcodes, Gutscheine und Bundles: So erhöhst du den Bestellwert, ohne Marge zu verschenken

Shopify Rabattcode erstellen und kombinieren, Rabatt gegen Marge rechnen, Gutschein oder Rabatt, Shopify Bundles mit Alternativen und Streichpreise nach PAngV.

Jason Spizert

Jason Spizert

Aktualisiert am 21. Oktober 2026

Veröffentlicht ca. 11 Min.

Die kurze Antwort

Rabattcodes legst du in Shopify unter Rabatte an: als Code zum Eintippen oder automatisch, als Rabatt auf Produkte oder Bestellung, als „Kaufe X, erhalte Y“ oder als Gratisversand. Pro Bestellung gelten bis zu fünf Produkt- oder Bestellcodes plus ein Versandcode, aber nur, wenn jeder Rabatt die Kombination erlaubt. Rechne vorher: Bei 40 % Marge und 20 % Rabatt brauchst du doppelt so viele Bestellungen für denselben Rohertrag. Bundles, etwa mit der kostenlosen App Shopify Bundles, heben den Bestellwert meist günstiger als ein höherer Rabatt.

Welche Rabattarten gibt es in Shopify?

Vier Arten bringt Shopify selbst mit: Betragsrabatt auf Produkte, Betragsrabatt auf die Bestellung, „Kaufe X, erhalte Y“ und kostenlosen Versand. Jede davon legst du als Rabattcode oder als automatischen Rabatt an. Staffelpreise über mehrere Stufen und Bundles brauchen eine App.

Rabatte in Shopify: zwei Methoden, sechs Arten
Methode wählen, sie gilt für jede Art:
MethodeRabattcode: Der Kunde tippt den Code im Checkout ein.Passt für: Newsletter, Creator, Partner. Jeder Kanal bekommt seinen Code, der Bericht „Umsatz nach Rabatt“ zeigt, was er bringt.Achtung: Laut Shopify können vergessene Codes zu Warenkorbabbrüchen führen.
Klasse ProduktBetragsrabatt auf Produkte20 % auf die Kollektion SockenProzent oder fester Betrag auf einzelne Produkte, Kollektionen oder Varianten.als Codeautomatisch
Klasse BestellungBetragsrabatt auf die Bestellung10 € ab 80 € WarenkorbWirkt auf die Zwischensumme, nicht auf den Versand.als Codeautomatisch
Klasse ProduktKaufe X, erhalte Y2 Shirts kaufen, Mütze gratisDen Gratis-Artikel muss der Kunde selbst in den Warenkorb legen.als Codeautomatisch
Klasse VersandKostenloser Versandversandkostenfrei ab 60 €Teure Versandarten lassen sich ausschließen. Pro Bestellung zählt nur ein Versandrabatt.als Codeautomatisch
nur mit AppMengen- und Staffelrabattab 3 Stück 10 %, ab 5 Stück 15 %Eine Stufe geht über die Mindestanzahl im Betragsrabatt. Mehrere Stufen brauchen eine App.
nur mit AppBundleShampoo, Spülung, Pflege als SetEigenes Produkt mit Setpreis. Dafür brauchst du eine Bundle-App, Shopify Bundles ist kostenlos.
Laut Shopify-Hilfe (Rabattarten, Rabattmethoden, Automatische Rabatte), Stand 21.10.2026. Beispiele von uns. „Klasse“ entscheidet darüber, womit sich ein Rabatt kombinieren lässt. Gestaffelte oder mehrstufige Rabatte nennt Shopify ausdrücklich als Fall für Apps aus dem App Store, bei Shopify Plus auch Checkout Blocks.

Wichtiger als die Art ist die Klasse: Produkt, Bestellung oder Versand. Sie entscheidet, womit sich ein Rabatt kombinieren lässt. Dazu gleich mehr.

Wie erstellst du einen Rabattcode in Shopify?

Unter Rabatte im Shopify-Admin, in sechs Schritten. Der Schritt, der über deinen Bestellwert entscheidet, ist die Mindestanforderung. Ein Code ohne Mindestbetrag senkt nur den Preis.

Shopify Rabattcode erstellen in sechs Schritten
1Rabatt erstellenIm Shopify-Admin unter Rabatte auf „Rabatt erstellen“, dann die Art wählen, zum Beispiel Betragsrabatt auf Produkte.
2Methode und Name„Rabattcode“ wählen und einen Namen eintragen, etwa SOMMER15. Ohne Sonderzeichen, sonst klemmt der Code in der Checkout-URL.
3Wert und GeltungProzent oder fester Betrag. Unter „Gilt für“ bestimmte Produkte oder Kollektionen, bis zu 100 je Code.
4MindestanforderungMindestkaufbetrag oder Mindestanzahl an Artikeln. Hier entsteht dein Hebel auf den Bestellwert.
5Wer und wie oftAlle Kunden, Segmente oder Märkte. Gesamtzahl der Nutzungen begrenzen oder eine Nutzung pro Kunde.
6Kombinieren und ZeitraumRabattklassen auswählen, mit denen der Code zusammen gilt. Start- und Enddatum setzen, speichern.
Wichtig: Art und Methode lassen sich nachträglich nicht ändern. Wer sich vertan hat, löscht den Rabatt und legt ihn neu an.Ablauf laut Shopify-Hilfe (Betragsrabatte, Rabattcodes, Rabatte kombinieren), Stand 21.10.2026. Zeiten richten sich nach der Zeitzone in deinem Shopify-Admin.

Für Creator und Partner legst du je einen eigenen Code an. Wie du damit misst, wer wirklich verkauft, steht in Influencer finden und prüfen.

Grenzen laut Shopify-Hilfe, 21.10.2026

Was ein Shop bei Rabatten höchstens kann

25

automatische Rabatte gleichzeitig aktiv, App-Rabatte mitgezählt

5 + 1

Produkt- oder Bestellcodes plus ein Versandcode je Bestellung

100

Kunden, Produkte oder Varianten je Rabattcode

20 Mio.

eindeutige Rabattcodes je Shop, insgesamt

1

Versandrabatt je Bestellung, zwei stapeln sich nie

30

Komponenten in einem festen Bundle mit Shopify Bundles

Shopify-Hilfe: Rabattcodes, Automatische Rabatte, Rabatte kombinieren, Shopify Bundles.

Welche Rabatte lassen sich kombinieren?

Rabatte verschiedener Klassen ja, aber nur, wenn jeder einzelne Rabatt die Kombination in seinen Einstellungen erlaubt. Shopify rechnet dann in fester Reihenfolge: erst Produkt, dann Bestellung, zuletzt Versand.

In dieser Reihenfolge rechnet der Shopify Checkout
WarenkorbHosen 100 €, Hemden 50 €, Stiefel 200 €350,00 €
1 · Produktrabatte20 € auf Hosen, 10 % auf Stiefel310,00 €−40,00 €
2 · Bestellrabatte10 % Code plus 15 % automatisch, beide auf 310 €232,50 €−77,50 €
3 · VersandrabattVersand 20 € entfällt ab 100 €Versand 20 € 0 €
Zu zahlen: 232,50 € statt 370,00 €. Die 10 % und 15 % rechnet Shopify beide auf dieselbe Zwischensumme. Prozente addieren sich, sie bremsen sich nicht gegenseitig.Was lässt sich kombinieren?
Produkt + Versandalle Shops
Bestellung + Versandalle Shops
Produkt + Produkt, andere Artikelalle Shops
Produkt + Bestellungberechtigte Shops
Bestellung + Bestellungberechtigte Shops
Produkt + Produkt, gleicher Artikelnur Shopify Plus
Versand + Versandnie
Beispiel und Regeln laut Shopify-Hilfe „Rabatte kombinieren“, Stand 21.10.2026 (dort in US-Dollar). „Berechtigt“ heißt: kein checkout.liquid, nicht die App Licensify. Kombiniert wird nur, wenn jeder beteiligte Rabatt die Klasse des anderen erlaubt. Sonst wendet Shopify den besten Rabatt für den Kunden an.

Genau hier geht Marge verloren, ohne dass es jemand merkt. Viele Händler wollen, dass Aktion und Code zusammen greifen:

„Mein Ziel ist es, dass Kunden stets den besten Rabatt bekommen auf meine Produkte.“
Shop-Neuling, Shopify Community, Februar 2024

Das geht. Aber 30 % Wochenaktion als Produktrabatt plus 10 % Partnercode auf die Bestellung machen aus 100 € nur noch 63 €. Prüf vor jeder Aktion, welche Codes schon draußen sind und womit sie sich kombinieren lassen.

Wie viel mehr musst du verkaufen, wenn du Rabatt gibst?

So viel, dass der kleinere Rohertrag je Bestellung durch mehr Bestellungen wieder aufgeht. Die Faustformel: Mehrabsatz = Rabatt ÷ (Marge − Rabatt). Bei 40 % Marge und 20 % Rabatt sind das 20 ÷ 20, also 100 % mehr Bestellungen.

Rechner: Wie viel mehr musst du verkaufen?Mehrabsatz = Rabatt ÷ (Marge − Rabatt)Voreinstellung ist das Beispiel aus dem Text. Stell deine eigenen Zahlen ein, nichts wird gespeichert.
Du brauchst+100 %mehr Bestellungen: 200 statt 100, nur um gleich viel Rohertrag zu behalten.Rohertrag je Bestellungohne Rabatt24,00 €mit 20 %12,00 €Rechenweg60 € × 40 % − 0 € = 24,00 €
60 € × (40 − 20) % − 0 € = 12,00 €
Nötiger Mehrabsatz je Rabattstufe bei 40 % Marge5 %+14 %10 %+33 %15 %+60 %20 %+100 %25 %+167 %30 %+300 %35 %+700 %40 %VerlustEigener Rechenweg, vereinfacht, kein Branchenwert. Er vergleicht nur den Rohertrag: Wareneinsatz bleibt gleich, der Rabatt kommt komplett aus der Marge. Nicht eingerechnet sind Neukunden, die später ohne Rabatt wiederkaufen, Kunden, die ohnehin gekauft hätten, und Retouren. Balken bei 300 % gekappt.

Der Grund ist einfach. Der Wareneinsatz bleibt gleich, der Rabatt kommt komplett aus deiner Marge. Von 40 Prozentpunkten Rohertrag nimmt ein 20-%-Code die Hälfte. Mit Versand und Zahlungsgebühren je Bestellung wird es noch enger, stell sie im Rechner ein.

Merksatz

Ein Rabatt senkt deinen Preis, aber nicht deine Kosten. Er muss sich über mehr Bestellungen oder über spätere Käufe zurückzahlen.

Rabatte sind trotzdem nicht falsch. Sie haben nur einen Preis, den du vorher kennen solltest:

Ein Rabatt lohnt sich, wenn …

  • du Restbestände oder Saisonware abverkaufen willst
  • Neukunden nachweislich ohne Rabatt wiederkaufen
  • der Code an eine Schwelle gebunden ist, die den Warenkorb hebt
  • du einen Kanal messen willst, etwa einen Creator

Lass ihn weg, wenn …

  • deine Marge unter 30 % liegt und der Rabatt zweistellig ist
  • Kunden schon gelernt haben, auf den nächsten Code zu warten
  • der Code auch an Stammkunden geht, die sowieso gekauft hätten
  • mehrere Aktionen gleichzeitig laufen und sich stapeln

Ob sich ein Neukunden-Rabatt über spätere Käufe trägt, zeigt der Customer Lifetime Value.

Wie du den Wert eines Kunden über alle Bestellungen rechnest, steht in Customer Lifetime Value berechnen. Rabatte für Neukunden gehören dort einmal in die Rechnung, nicht zweimal: Das erklärt CAC berechnen.

Warum sind Bundles oft das bessere Angebot?

Weil ein Bundle den Warenkorb hebt, statt nur den Preis zu senken. Versand, Verpackung und Zahlungsgebühr fallen einmal je Paket an, egal ob ein oder drei Produkte drin sind. Ein Set mit kleinem Preisvorteil lässt deshalb oft mehr übrig als ein Einzelkauf mit Code.

Was je Bestellung übrig bleibt: Rabatt oder BundleWareneinsatzPaket: Versand, Verpackung, Zahlungbleibt dir
Einzelkauf 1 Stück zu 30 €bleibt 5,00 €
Einzelkauf mit 20-%-Code 1 Stück zu 24 €bleibt −1,00 €Der Strich markiert den Umsatz. Ware und Paket kosten mehr, als der Kunde zahlt.
Bundle aus 3 Stück Setpreis 81 € statt 90 €bleibt 20,00 €
Das Bundle bringt mit 10 % Setpreis-Vorteil 20 € je Paket. Drei Einzelkäufe ohne Rabatt bringen zusammen 15 €, weil dreimal verschickt wird.Der 20-%-Code macht aus 5 € Plus einen Euro Minus. Der Rabatt kürzt den Preis, die Kosten für Ware und Paket bleiben.Beispiel mit Annahmen, eigene Rechnung, alle Werte netto: Produkt 30 €, Wareneinsatz 18 € (40 % Marge), 7 € je Paket für Versand, Verpackung und Zahlungsgebühr. Das Bundle setzt voraus, dass Kunden drei Stück wirklich brauchen: Verbrauchsware, Sets, Nachfüllpacks.

Bei kleinen Warenkörben entscheidet genau diese Rechnung, ob sich ein Shop überhaupt trägt:

„Ein 5€-Gewürzglas einzeln zu versenden macht bei den aktuellen Logistik- und Werbekosten schlicht keinen Spaß mehr.“
E-Commerce-Praktiker aus dem Food-D2C, LinkedIn, April 2026

Ein gutes Bundle ist kein Paket aus Ladenhütern. Es ist ein Angebot, das ein Problem komplett löst: die Pflegeroutine statt eines Shampoos, die Grundausstattung statt eines Einzelteils, der Vorrat für drei Monate statt einer Packung. Das passt zu dem, was Kunden kaufen wollen, und ist schwerer zu vergleichen als ein Einzelpreis.

Jason Spizert sitzt mit dem Team am Tisch und zeigt auf eine Übersicht auf dem Tablet
Jason Spizert mit dem Team: Bevor eine Aktion live geht, liegt der Rohertrag je Bestellung auf dem Tisch, nicht nur die Höhe des Rabatts.

Teste dabei die Präsentation, nicht nur den Preis: welches Set auf der Produktseite vorausgewählt ist, ob die Mengenstaffel direkt beim Warenkorb-Button steht. Wie du solche Änderungen sauber misst, zeigt unsere Conversion-Optimierung. Wenn Kunden schon im Warenkorb abspringen, lies zuerst Warenkorbabbruch senken.

Shopify Bundles oder eine andere Bundle-App?

Für feste Sets und Multipacks reicht die kostenlose App Shopify Bundles. Sie läuft in allen Shopify-Abos, hält den Bestand der einzelnen Produkte synchron und erlaubt bis zu 30 Komponenten je Set. Mix-and-Match, Mengenstaffeln und Gratisgeschenke kann sie nicht.

Shopify App Store, Seite der App Shopify Bundles: Preisgestaltung kostenlos, Bewertung 2,8 Sterne aus 570 Rezensionen, Entwickler Shopify, Beschreibung feste Bundles und Multipacks
Screenshot: Shopify App Store, Shopify Bundles, 21.10.2026. Kostenlos, 2,8 Sterne aus 570 Bewertungen.

Die schwache Bewertung hat einen Grund, den du vor dem Einsatz kennen solltest. Bundles haben keine eigenen Versandprofile, Versand und Bestand rechnet Shopify über die einzelnen Produkte. Ein Händler schreibt:

„A bundle containing two products counts as only ONE item for quantity-based free shipping.“
Händler-Bewertung zu Shopify Bundles, Shopify App Store, 16.10.2026

Die Suche nach „bundles“ im App Store ergibt 4.096 Apps. Fünf Beispiele, ausgewählt nach Zahl der Bewertungen und Funktion, keine Rangliste:

AppPreis laut App StoreBewertungWas sie kann
Shopify Bundleskostenlos2,8 aus 570feste Bundles, Multipacks
Kaching Bundlesab 14,99 $ im Monat, bis 1.000 $ zusätzlicher Umsatz5,0 aus 6.421Mengenrabatte, Bundles, Geschenke, A/B-Tests
FBP Fast Bundleab 19 $ im Monat, bis 1.000 $ Bundle-Umsatz5,0 aus 3.583feste und Mix-and-Match-Bundles, Kaufe X erhalte Y, Mengenrabatt
BundlerGratis-Plan, Premium 9,99 $ im Monat4,9 aus 2.743Staffelpreise, Kaufe X erhalte Y; Mix and Match ab Premium
Simple Bundles & Kitsgratis bis 3 Bundles und 50 Bestellungen, sonst ab 24 $ im Monat4,9 aus 807alle Bundle-Arten, Aufschlüsselung der Artikelnummern

Achte auf das Preismodell. Kaching und Fast Bundle staffeln nach dem Umsatz, den die App bringt: Je besser das Bundle läuft, desto teurer die App. Verkaufst du Abos, plane getrennt: Bundles in Shopify laufen laut Hilfe nicht mit Kaufoptionen wie Abonnements oder Vorbestellungen. Mehr dazu in Shopify-Abo einrichten, und welche Apps ein Shop überhaupt braucht, in Shopify-Apps: Welche ein Shop wirklich braucht.

Vom Angebot bis zur nächsten MailRabatt oder Bundle entstehen in Shopify oder einer App. Der Checkout rechnet, die Bestellung speichert den Code, Klaviyo sieht ihn und kann darauf reagieren.
01Rabatte in ShopifyShopifyRabattcode oder automatisch. Klasse Produkt, Bestellung oder Versand.01oder Bundle-AppShopify BundlesKaching BundlesFast BundleBundlerSimple BundlesSet, Multipack oder Mengenstaffel. Beispiele aus dem Shopify App Store.
02Shopify Checkout1. Produktje Artikel2. BestellungZwischen­summe3. VersandzuletztBis zu 5 Produkt- oder Bestellcodes und 1 Versandcode je Bestellung.
03Bestellung im Shopify-AdminCode und Rabattbetrag hängen an der Bestellung. Der Bericht „Umsatz nach Rabatt“ zeigt, wie oft jeder Code eingelöst wurde.
04E-MailKlaviyo„Placed Order“ bringt die Felder Discount Codes und Total Discounts mit. Daraus wird ein Segment: Wer kam mit Code, wer ohne.05Nächster KaufFolgemail ohne neuen CodeRabattkäufer bekommen das passende Set oder Nachfüllpack vorgeschlagen, nicht den nächsten Gutschein. So lernt niemand, nur noch mit Code zu kaufen.
Schema mit Beispielen, Stand 21.10.2026 laut Shopify-Hilfe (Rabatte kombinieren, Rabattcodes), Shopify App Store und Klaviyo-Hilfe (Shopify data reference). App-Logos als Beispiele, keine Empfehlung. Logos sind Marken der jeweiligen Anbieter.

Den letzten Schritt vergessen viele: Klaviyo bekommt mit jeder Bestellung den verwendeten Code. Damit trennst du Käufer, die nur mit Rabatt kommen, von allen anderen und schickst ihnen ein Set statt des nächsten Codes. Wie die Anbindung läuft, steht in Klaviyo mit Shopify verbinden.

Geschenkgutschein oder Rabattcode: Was ist der Unterschied?

Ein Geschenkgutschein ist Geld, ein Rabattcode ist ein Preisnachlass. Den Gutschein hat jemand vorab bezahlt, im Checkout wird er wie eine Zahlung verrechnet, nach allen Rabatten. Den Rabattcode zahlst du selbst, aus deiner Marge.

GeschenkgutscheinRabattcode
Was es istGuthaben mit festem GeldbetragNachlass in Prozent, als Betrag oder Gratisversand
Im CheckoutZahlungsmittel, nach den Rabatten verrechnetsenkt die Zwischensumme vor Steuern
Wer zahltder Käufer, im Vorausdu, aus deiner Marge
UmsatzsteuerEinzweck- oder Mehrzweck-Gutschein, § 3 Abs. 14 und 15 UStGkein Gutschein, mindert den Preis, § 3 Abs. 13 UStG
In ShopifyProdukte > Geschenkgutscheine, in allen AbosRabatte > Rabatt erstellen

Zwei Details aus der Shopify-Hilfe: Als Produkt verkaufst du Gutscheine bis 10.000 US-Dollar, im Admin selbst erstellte bis 2.000 US-Dollar. Und bei Shops, die ab dem 12.05.2025 eröffnet wurden, fällt auf den per Gutschein bezahlten Betrag die Transaktionsgebühr für Drittanbieter an, außer bei Shopify Plus mit Shopify Payments.

Einen Gutschein, den du verschenkst, zahlt niemand vorab. Wirtschaftlich ist er dann ein Rabatt. Wie Einzweck- und Mehrzweck-Gutscheine gebucht werden, steht in Shopify-Buchhaltung: DATEV, Lexware und sevdesk. Für die steuerliche Einordnung deiner Fälle ist dein Steuerberater zuständig.

Was gilt bei Streichpreisen und Rabattaktionen?

Wer Verbrauchern eine Preisermäßigung für eine Ware bekannt gibt, muss den niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung angeben. So steht es in § 11 Abs. 1 der Preisangabenverordnung. Das ist eine Information, keine Rechtsberatung.

Gesetzestext § 11 Preisangabenverordnung: zusätzliche Preisangabenpflicht bei Preisermäßigungen für Waren, niedrigster Gesamtpreis der letzten 30 Tage, Ausnahmen für individuelle Preisermäßigungen und schnell verderbliche Waren
Screenshot: gesetze-im-internet.de, § 11 PAngV, 21.10.2026.

Der EuGH hat am 26.09.2024 nachgelegt (C-330/23): Ein Rabatt in Prozent muss sich auf diesen niedrigsten Preis beziehen, nicht auf den üblichen Preis davor. Wer vor drei Wochen schon einmal reduziert hat, wirbt deshalb mit kleineren Prozenten.

Streichpreis: Welcher Preis ist der Vergleichspreis?
vor 30 TagenStart der Aktion
Preisschild im Shop34,30 € −12 %Niedrigster Preis der letzten 30 Tage: 39,00 €Anzugeben ist der niedrigste Preis der letzten 30 Tage, hier 39 € (§ 11 Abs. 1 PAngV). Ein Prozent-Rabatt muss sich laut EuGH auf genau diesen Preis beziehen: 34,30 € sind 12 % unter 39 €.
Rechenbeispiel, eigene Zahlen. Rechtsgrundlage: § 11 PAngV (gesetze-im-internet.de) und EuGH, Urteil vom 26.09.2024, C-330/23 (EUR-Lex), Stand 21.10.2026. Ausnahmen nach § 11 Abs. 4 PAngV: individuelle Preisermäßigungen und schnell verderbliche Ware. Keine Rechtsberatung.

In Shopify trägst du den Streichpreis im Feld Vergleichspreis ein. Ob dein Theme oder eine App den 30-Tage-Preis dazuschreibt, prüfst du selbst. Ob ein Rabattcode aus dem Newsletter als individuelle Preisermäßigung zählt, klärst du am besten mit einer IT-Recht-Kanzlei. Für Händlerpreise und Mengenstaffeln im Großhandel gelten eigene Wege, siehe Shopify B2B.

Wo dein Shop heute Bestellwert liegen lässt, siehst du im kostenlosen Shop-Check. Wie ein Gratisversand ab Schwelle denselben Effekt wie ein Bundle haben kann, rechnet Versandkosten im Onlineshop vor.

Quellen

Häufige Fragen

Im Shopify-Admin unter Rabatte auf „Rabatt erstellen“ klicken, die Art wählen und als Methode „Rabattcode“ einstellen. Danach Wert, Produkte, Mindestanforderung, Kundengruppe, Nutzungsgrenze, Kombinationen und Zeitraum festlegen und speichern.

Ja, bis zu fünf Produkt- oder Bestellcodes und einen Versandcode pro Bestellung. Das klappt nur, wenn jeder beteiligte Rabatt die Klasse des anderen in seinen Kombinationseinstellungen erlaubt. Produkt plus Bestellrabatt geht nur in berechtigten Shops ohne checkout.liquid.

Ein Geschenkgutschein ist vorab bezahltes Guthaben und wird im Checkout wie eine Zahlung verrechnet. Ein Rabattcode senkt den Preis, und das Geld dafür kommt aus deiner Marge. Umsatzsteuerlich ist ein reiner Rabattcode kein Gutschein (§ 3 Abs. 13 UStG).

Nein, Shopify Bundles ist kostenlos und in allen Shopify-Abos verfügbar. Sie kann feste Bundles und Multipacks, aber keine Mix-and-Match-Bundles und nichts zusammen mit Abonnements. Dafür brauchst du eine andere App.

Rechne den nötigen Mehrabsatz: Rabatt ÷ (Marge − Rabatt). Bei 40 % Marge brauchen 10 % Rabatt 33 % mehr Bestellungen, 20 % Rabatt schon 100 % mehr. Liegt der Rabatt bei deiner Marge, verdienst du an keiner Bestellung mehr.

Eine Stufe geht mit Bordmitteln: ein Betragsrabatt mit Mindestanzahl an Artikeln, etwa 10 % ab 3 Stück. Mehrere Stufen nennt Shopify ausdrücklich als Fall für Apps, bei Shopify Plus auch für Checkout Blocks.

Wenn du Verbrauchern eine Preisermäßigung für eine Ware bekannt gibst, ja: § 11 PAngV verlangt den niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage. Ein Prozent-Rabatt muss sich laut EuGH auf diesen Preis beziehen. Das ist keine Rechtsberatung, im Einzelfall hilft eine IT-Recht-Kanzlei.

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